Mit Yoga geht es mir aehnlich wie mit dem Laufen. Ich muss mich zu den Stunden pruegeln und sehne heimlich den Tag herbei, an dem die Gutscheinkarte abgelaufen ist.
Bin ich dann erst mal da, macht es mir eine riesigen Spass und hinterher fuehle ich mich richtig gut. Der Rhythmus des Ashtanga-Yogas liegt mir und laesst mich ein bisschen in einen tranceartigen Zustand fallen, der Schweiss rinnt, der Atem wird tiefer, alles streckt und dehnt sich und faellt zurueck an den Platz im Koerper, der ihnen eigentlich zusteht. Die gekruemmten Bueroschulter strecken sich nach hinten, die Brust raus und wenn man erst mal beim Nachvornebeugen mit dem Kopf den Boden beruehrt oder sich selbst in eine Position begibt, die von aussen unmoeglich aussieht, sich von drinne erstaunlicherweise aber genau richtig anfuehlt, dann ist man furchtbar stolz auf sich und seinen Koerper. Der Wahnsinn, was sich alles beugen, dehnen und verbiegen laesst. Das kommt auch anderen Aspekten der Partnerschaft zugute.
Eines ist jedenfalls Fakt, Yago streckt mich und laesst mich eine selbstbewusstere, aufrechtere Haltung annehmen, die sich auf das ganz Wohlbefinden auswirkt.
Nach der Stunde (2 Stunden) denke ich jedesmal: Schade, das meine Gutscheinkarte bald alle ist.
(Denn im Moment kann ich mir die Stunden selbst nicht leisten)
Tuesday, May 10, 2011
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