Thursday, March 31, 2011

Das Kind beim Namen nennen

Bin heute bei der Bank gewesen, um fuer den Skypainter und mich ein gemeinsames Konto einzurichten.
Ja, das passiert mit seiner Zustimmung, denn unterschreiben muss er dafuer schon selbst.
Auf dieses Konto werden wir beide je einen festgelegten Betrag ueberweisen und davon werden dann alle laufenden Haushaltsausgaben bezahlt. Beim Ausfuellen der Form ueberlegt ich zum hundersttausendsten Male, welchen Nachnamen ich denn nun eintrage. Den neuen - den alten - eigentlich ja den Neuen, aber das wird wieder fuer Verwirrung sorgen, da ich bis jetzt den Pass und damit Nachweis noch nicht habe, dann also den Alten. d.h. wiederum in absehbarer Zeit alles wieder aendern lassen.
Ich mag meinen neuen Nachnamen wirklich gerne, doch irgendwie kann ich von dem Alten schlecht lassen. Wenn ich mir die ganze Amtsverwirrung vorstelle, wenn ich beim Eintreffen des Passes, dann zu Werke gehen, dann wird mir jetzt schon ganz anders.



Heute sind es uebrigens SIEBEN Jahre. Sieben Jahre, dabei sollten es eigentlich ja nur drei schoene Tage und zwei schoene Naechte werden. Ich denke noch immer, dass da die keltischen Geister und Goetter, die seit tausenden Jahren entlang des uralten Grabhuegels und legendaeren Flusses leben, ihre Finger im Spiel hatten.
Heute abend treffen wir uns im hungrigen Moench und stossen an, auf das was war, ist und noch kommen mag.

Wednesday, March 30, 2011

Malteser

Malteser International is the worldwide relief agency of the Sovereign Military Order of Malta for humanitarian aid.

So oder so muessen die Damen und Herren gedacht haben, als sie mir die Packung Malteser zwischen Tintenpatronen und Schreibpapier in den Karton gesteckt haben. Gut, es war eine groessere Bestellung und Schokolade wird immer gerne angenommen, aber soviel Papier verbrauchen wir hier im Moment im Buero nicht. Hintergrund muss also gewesen sein, mich mit dem, was ich im Moment sehr vermisse, auszustatten. Maengelsituationen zu beseitigen.

Humanitarian aid - ich haette die Packung fuer schlechtere Tage und Situationen aufheben koennen. Haette der Hund... und soweiter meint mein Opa immer. Stattdessen gab es Malteser als unerwarteten Nachtisch, Fastenzeit und alles mit einer unwirschen Handbewegung beseite schiebend. Die Sonne scheint, die Stimmung ist gut und viel zu tun, ein Schokoladenboost waere heute also ungefaehr so notwendig wie Winterreifen im Sueden Irlands. Aber da es dieses Jahr in punkto Wetter schon Ausnahmen gab, denke ich, werde ich um diesen gewaltigen Ausrutscher doch noch einmal drum herum kommen.

Schliesslich las ich auch gerade folgendes: Ireland's running boom. Ja, auch ich bin seit letztem Jahr mehr oder weniger konsequent dabei und beobachte ich die allabendlichen Voelkerwanderungen, dann stimmt diese Zeile wohl. Irland rennt. Und wie sie rennen die Iren und Irinnen. Als haetten sie ihr lebenlang nichts anderes gemacht. Als wurden zeitgleich alle Fernseher abgeschaltet und Internetverbindungen durchzwackt. Stellt sich nur noch die Frage wohin, denn von was wir weglaufen, muss nicht noch einmal gross und breit dargestellt werden.

Doch heute Abend Yoga statt laufen. Ein bisschen schwitzend in sich gehend und auf dem Kopf stehen, kann ja nicht schaden.
Getting the Balance right - that will be the task for today

Tuesday, March 29, 2011

muskelkaetzchen

If you skip the stretching at the end of an one hour running session, you should not be surprised next day that the legs feel like steel rods have been inserted. Aua. And skipping the stretching did not help with being in bed earlier either.

well well well

Monday, March 28, 2011

immer wieder sonntags

sind wir bei Sonnenschein im Gelaende unterwegs.

Gestern haben wir Anemonen gefunden. Echte, zarte Fruehlingsanemonen zwischen Eukalyptusbaeumen (?) mitten im Wald in der Naehe des Octogans. Fast wie zuhause. Hach, so schoen. Ich vermisse die Laubwaelder Mecklenburgs doch manchmal sehr. Gerade im Fruehling.

Anemonenwaelder.

Saturday, March 26, 2011

das herz lacht

Ein wunderschoener Freitag. Minineffe und ich haben uns bekannt gemacht und sind Freunde geworden. Ich habe ihm 2 stundenlang alle Wege im Ort und den Fruehling gezeigt, doch das meiste hat er verschlafen. Die unzaehligen Voegelstimmen hat er bestimmt auch unterschwellig wahrgenommen.
Die Magnolien bluehen und die Kirschbaeume, die Osterzweige, Butterblumen, Narzissen...ich habe fast alles fuer die Gruendonnerstagssuppe auf meinen Wegen entdeckt, doch werde ich wohl ausserhalb des Ortes sammeln - Hunde und Autos lassen mich die Pflanzen lassen, wo sie sind.
Die Laemmer springen froehlich um ihre Muetter und ich hoere mich erstaunt laut lachen, wenn ich ihre Bockspruenge, Uebermut und Lebensfreude betrachte. Minimann und ich sind spaeter singend durchs Zimmer und ich habe dem Minineffen gezeigt, wie die Laemmchen huepfen und hopsen, er hat gelacht. Erschoepft war ich, den Tag mich einem einzigen Erdenmenschen zuzuwenden, ich, die ich doch immer Zeit fuer mich und meine eigenen Gedanken und Welt habe. Es war schoen fuer jemanden da zu sein, der so auf einen angewiesen ist, doch anstrengend.

Friday, March 25, 2011

tage wie gestern

Wenn man sich erst mit engstirniger Buerokratie beim Amt rumschlagen muss, weil der Mann wieder voll arbeitet, aber trotzdem den Kurzarbeitzuschlag fuer die drei Wochen haben moechte, dann ist es viel besser, wenn die Sonne fruehlingshaft warm das Haupt waermt und man anschliessend einen wunderschoenen Nachmittag mit Schwaegerin samt Kind verbringt.
Sie ist so ein unkomplizierter, praktischer, froehlicher Mensch, dass die Zeit wie im Flug verging, man sich trotz Baby wie normale Menschen unterhaelt und ein ausgiebigster Spaziergang die Muskeln lockert.

Was Hausfrauen ohne Haus, Garten und Kinder so den ganzen Tag machen ist mir ein Raetsel. Gibt es Hausfrauen ohne Haus, Garten und Kinder? Mittlerweile festigen sich diverse Projekte und es sieht so aus, als wenn ich auch an den 2 jobfreien Tag, genuegend Jobs habe. Ein Hausprojekt, Graphiken fuer eine Webseite, ein Hochzeitsalbum (nein nicht meins, that's done) und diverse Osteranfragen. Zusaetzlich muss ich noch heraus finden, ob ich die Fetaclevel ueberspringen und ohne die Vorbereitungskurse direkt den Hauptkurs starten kann. Es waere doch laecherlich, wenn ich aus rein buerokratischen Gruenden mich Themen rumschlagen muesste, die ich seit Schulzeit aus dem FF beherrsche.

Heute werden Minineffe und ich uns allerdings noch ein paar Stunden naeher kennenlernen.
Ich bin ja sehr versucht, nur deutsch mit ihm zu sprechen, allerdings moechte ich den Kleinen nicht verschrecken. Bestimmt sind Babys sehr sensibel in dieser Richtung.

Thursday, March 24, 2011

sunny spring

Jeden Morgen stehe ich auch dem Balkon waehrend eine wunderschoene Sonne ueber dem Meer aufgeht. Jeden Morgen andere Farben, Toene, Nuancen, die die Stimmung fuer den Tag setzen.
Das Wetter meint es gut mit mir, ich fuehle mich wie in einem Urlaub am Meer. Es ist herrlich hier zu wohnen. Noch immer eine unserer besten Entscheidungen.
2 Tage frei die Woche, versumpft werden wird nicht, es gibt viel zu tun. Wie schaffe ich das sonst alles? Es tut gut, nicht in verstopften Zuegen zu sitzen sondern stattdessen den Sonnenaufgang zu betrachten. Ja, ich weiss, vom Zug aus kann man ihn auch sehen, aber es ist doch was anderes.
2 Tage frei und ich werde mich in 2 Punkten disziplinieren. Erstens: Es muss nicht alles gegessen werden, was im Haus ist. Zweitens: Was nuetzt alle die freie Zeit, wenn sie im Internet vergeudet wird. Deshalb jetzt Schluss. Auf in die Tage, die ich schon immer mal haben wollte.

Wednesday, March 23, 2011

besonderheiten

Stoebern in anderen blogs


Offenheit, Annahme, Akzeptanz

Fuer andere Menschen offen zu sein, sie in ihren Eigenarten und Besonderheiten anzunehmen, dass ist nicht immer einfach. Verstehen wollen, warum warum warum, das schlummert seit unserer Kindheit in uns. Was wir nicht verstehen, lehnen wir oft ab. Manchmal gibt es aber nichts zu verstehen.

Nicht auf den eigenen Standpunkt zu beharren, zuzuhoeren, offen zu sein und flexible fuer neue Wege, heisst nicht, dass man sich selbst verraet oder aufgibt. Es heisst, dass man den anderen respektiert, annimmt und mit ihm kommuniziert und agiert.

Von feinfuehligen Menschen kann man viel lernen, wenn man sich selbst manchmal wie ein Elefant im Porzellanladen bewegt.

Ich sortiere Menschen immer in meine vorgefertigten Schubladen, wenn ich sie das erste Mal treffe.
Ich denke, dass ist nicht schlimm, das macht jeder. Das hilft uns, uns in unserer Welt zu orientieren
Wichtig ist, dass die Schubladen offenbleiben, immer wieder mal umsortiert wird oder ausgeschuettet wird und dass man sich auch mal an einem heilosen Schubladendurcheinander erfreuen kann.

Sunday, March 20, 2011

YEAHHHH!

I did it, I did it.

Mein erster offizieller Lauf, meine allerersten 5km offiziell.
Und es war alles halb so wild. Es lief einfach super. Ich bin es einfach angegangen, habe meinen eigenen Rhythmus gefunden, auf der Zielgeraden noch mal nachgelegt und mit dem Gefuehl ueber die Ziellinie gekommen, dass es auch noch gut und gerne 1-2 km mehr haetten sein koennen. Der Himmel strahlte blau, die Sonne war fruehlingshaft warm.


Fazit: Ein klasse Tag und eine stolze Anna geht jetzt muede, aber vollfuellt ins Bett und holt nach der gestrigen Party vor dem Lauf und der anschliessend mit dem Skypainter auf einem Einzelbett verbrachten Nacht missenden Nachtschlaf nach.

What a sunday. More please.

Friday, March 18, 2011

der morgen danach

Die Glieder schwer, der Kopf sensibel, der Morgen wunderschoen. Strahlend blauer Himmel ueber einem aufgeregten Meer und einer Anna, die dem Schlafdefizit tapfer entgegen kaempft. 6 Pints wie anderswo vorgeschlagen waren es nicht, gott sei Dank, aber der Abend lang und aufregend und die Nacht kurz. Nicht einmal im Zug zurueck konnten wir ein wenig schlafen, denn eine Gruppe brasilianischer Teenager sorgte fuer feinste Nachtunterhaltung.
As much as I love the morning chorus this morning it was not quite nice to be woken around five by gezillions of birds enjoying spring. There is no way going back to sleep either as ears and heart are drawn into this concert of celebrating every days new chances and the joy of living.
Wieso heute nicht frei? Frau klammert an dem was sie hat und hat sich breitschlagen lassen.

Die Stadt ist unsagbar dreckig, ein Strandspaziergang waere heute morgen definitiv die bessere Alternative gewesen zu diesem Slalom laufen um zerbrochene Flaschen und Zeichen zu ausgiebigen Alkoholgenusses. Disgusting.

Seit gestern Abend ist auch das Wochenende voll ausgebucht: mit Rugby, Dinerparty, Archery und the St.Patricks Fun Race am Sonntag. Wie sich in 2h soviel veraendern kann.

Thursday, March 17, 2011

Irish

Aren't we all Irish on St. Patricks Day?

Ansonsten gab es einen gemuetlichen Morgen im Bett, Fruehstueck und Kaffe in der Wanne,gleich noch gruene Pancakes (man gebe der Mischung Spinat bei) und dann geht es auf in die Stadt to be worthy.

Das erste Pint ist schon abgehakt, die jaehrliche Tour im grossen Bogen um den Ort herum auch, um jegliche Paraden und aehnliches zu vermeiden. Eingekehrt wurde unterwegs, es gab leckeren Brie mit Cranberry Sauce und Fruehlingssalat und fuer den Mann: Burger. Das Guiness fuer beide dazu ein Muss! Ueberhaupt ist es ja jetzt auch wissenschaftlich erwiesen, dass das beste Guiness nun mal aus Irland und von dort aus Dublin kommt. Deshalb auf auf.

Wir werden die leicht verrueckte SkypainterCousine treffen und den Abend oirish ausklingen lassen.

Saturday, March 12, 2011

so nun ich auch

Seit letzte Woche gilt auch fuer mich Kurzarbeit. Es war ja zu erwarten gewesen und ich hatte ja eigentlich auch 3 Jahre Zeit mich darauf vorzubereiten. Einfach ist es trotzdem nicht. Nicht, dass es auf eine Art schoen ist, statt 5 Tage die Woche nur noch 3 3 Stunden taeglich in Zuegen und Verkehrsgedraengel zu verbringen. Trotzdem sorge ich mich, ob wir das ganze finanziell auch wuppen koennen. Und seit meiner Schulzeit hatte ich immer viel Arbeit, erst Studium und Arbeit und dann gleich anschliessend Arbeit Vollzeit. Mehr als 2 Wochen frei am Stueck kenne ich gar nicht.
So ist eine drei Tage Woche gut, denn so von 100 auf 0 das haette ich nicht verkraftet. Wer weiss vielleicht findet sich hier in der Naehe auch was fuer die anderen Tage.

Dann das erste Mal in meinem Leben zum Amt Kurzarbeiterzulage beantragen. Man muss ja alles mal mitgemacht haben. Deutsch und organisiert wie ich manchmal sein kann, hatte ich auch saemtliche notwendigen Unterlagen bei mir. Und das geht ja nun gar nicht. Wieso ich hier waere? fragte die Dame. Ja, so und so..... Sie dann: Ich geben Ihnen einen Termin fuer in 2 Wochen, da koennen sie dann den Antrag stellen, wenn sie alle die Unterlagen, dies und das, zusammen haben. Hab ich schon, so meine Antwort, ich kann den Antrag gleich stellen, die Form habe ich auch schon ausgefuellt. Nein, so geht, dass ja nicht, man kann doch nicht einfach kommen und alles vorbereitet haben, dann wuerde ja denen beim Amt die Arbeit weggenommen. Sie kommen in 2 Wochen wieder, die Klappe schloss sich und ich sass mit offenem Mund davor. Und dafuer bezahle ich diesem oeffentlichen Dienst noch die Rente und Lohnerhoehungen. Ich fuehlte mich sehr an Asterix Haus das Verrueckte macht erinnert. Wenn es nicht so traurig waere, haette ich lachen koennen.

Viele Plaene hatte und habe ich fuer den Fall der Faelle und doch wie Luft aus einem kaputten Reifen weicht, ist auch jegliche Energie aus mir gewichen.
Endlich haette ich Zeit fuer... und dies und das und auch noch jenes... und nichts ist in Angriff genommen. Sogar der Haushalt schluddert trotz... Der Skypainter zieht mich aus meinem Gruebelsumpf.

Aktionsplan Strand und Bogenschiessen am Wochenende: Heute waren wir am Brittas Bay und haben seinen als auch meinen Bogen wieder ein bisschen Auslauf gegoennt. Wie stark der Skypainter doch ist, wie weit die Pfeile flogen. Kein Mensch ausser uns weit und breit, die Wellen krachten wild auf den weiten Sandstrand und hinterliessen ein Meer aus bunten Steinen und Muscheln, die darauf warteten, dass ich mich mit Wind zersausten Haaren auf den Weg mache und sie in meine Tasche stecke. Steine und Muscheln blieben, wo sie waren, aber ein paar vom Meer fuer Ewigkeiten rund geschliffene Aeste und Stoecke wurden von mir fuer ein weiteres Mobile aufgesammelt.

Nun wieder zu Hause und der Skypainter beim Rugby gucken, reisse ich mich am Riemen und nehme in Angriff, was zu lange als Ideen durch meinen Kopf spukte. Drueckt die Daumen.