Saturday, November 15, 2014

Not Junior Fotos







Habe Fotos vom Skypainterhandy durchforsted und diese gefunden. Wir wohnen wirklich an einem wunderschoenen Ort.

Saturday, October 18, 2014

Bilingual

Lustig wird es werden.

Mit 18 Monaten kann der Offspring schon so einige Woerter und wendet diese mit groesster Freude an richtiger und falscher Stelle an.
Nach unserem letzten Besuch bei den deutschen Grosseltern hat sich nun eine Situation ergeben, die zum peinlich beruehrten Grinsen unsererseits fuehrt . Omi und Opa haben fleissig Baustellenbilderbuecher (ja, er wird schon jetzt von mir verdorben) mit Mini-us angeschaut. Eines heisst 'Findet den Bagger'. Wer Englisch und Deutsch beherrscht, kann sich denken, was nun kommt. Genau - 'Bagger' ist das neue Lieblingswort und wird momentan als Fuellwort fuer alles verwendet, fuer das Junior noch kein Wort hat, bevorzugt fuer Personen und Tiere. Bei einem Wortschatzumfang von ungefaehr 20 Woertern, kommt es haeufig zum Einsatz, denn der Luette kann erzaehlflusstechnisch gut mir mir mithalten; wie gesagt, was er an Woertern nicht kennt, wird ersetzt. Unglueckerweise entspricht das deutsche 'Bagger' so ungefaehr dem englischen 'bugger' in der Aussprache und wird auch mit viel Freude und Einsatz in die Welt geschleudert.

'Dass unser Kind flucht wie ein irischer Bierkutsche, das kannst Du im Kindergarten erklaeren', meinte der Skypainter nur und Mini-us sprach laut und freudig: 'Bagger'. Ah well, he will be grand. :) Manchmal ist es ja auch ganz passend (aber das wuerde ich ja nie laut zugeben).

Friday, October 17, 2014

The man's nights out

Im Moment ist mir kaum danach, einen Abend mal auszugehen. Ich bin so selten zu Hause, dass ich abundzu mal den Skypainter zum Stroepern vor die Tuer jage und selber im stillen Kaemmerlein ungesunde und faulenzende Dinge tue - heute z.B. Salmiakbonbons naschen oder was habt Ihr gedacht? Da wir keinen Fernseher mehr besitzen, schaue ich dann z.B. Trash-TV am Computer, arbeite noch ein bisschen und haushalte ein wenig, lese bei facebook, chatte mit fernen Freunden oder stoeber durch blogs, bade, male, lese usw - das wozu ich gerade am meisten Lust habe. Einfach nur ich, das selig schlafende Kind und die Wohnung. Schoen.

Eigentlich -nun ist es aber so, dass ich an Skypainterausgehabenden einem furchtbaren Ehefrauenkontrollzwang verfalle, den ich selber nich mag und daher auch nicht dem Manne gegenueber verbalisiere. Ich kann wirklich erst schlafen, wenn er wieder zur Tuer hineinschneit. Filme gehen durch den Kopf - Letzten Zug verpasst, und er steht im stroemenden irischen Herbstregen und kein Geld fuers Taxi. Er erkaeltet sich stark, das Herz sagt Tschuess und .... oder er trifft auf Idioten, die samt Messer auf die (meist leere) Brieftasche aus sind und Tschuess.... Verlustaengste 150%.
Der Skypainter meinte, ich sollte als Risikoanalyst beim globalen Katastrophenschutz arbeiten, da ich die einzige Person waere, die sich alle moeglichen und unmoeglichen Szenarionen vorstellen koennte. Das waere vielleicht mal eine Idee. Nur mit der Risikobewertung haperts noch gewaltig. Sonst koennte ich ja ganz entspannt schlafen gehen, bis der 'homemade' Wecker nach Aufmerksamkeit verlangt.
Aber bis dahin bleibe ich vorerst wach, esse noch einen Salmiakbonbon und bin dermassen froh, wenn er durch die Tuer schneit.






Thursday, August 14, 2014

all is good

and can always get better.

Uns geht es den Umstaenden entprechend gut. Sind auch Wolken am Horizont, so schein doch im Moment die Sonne. Und die wird genossen.
Ireland it is. Wir bleiben hier. Vorerst. Und wir hatten einen wahnsinnig schoenen Sommer und freuen uns auf einen wahnsinnig schoenen Herbst.
Es ist viel zu tun und so ein aufgeweckter Mini-Wirbelwind haelt uns auf trapp und ueberhaupt, es ist ja soviel zu sehen, zu erleben, so viele Geschichten, Freunde, Familie.
Leben ist so gross, oft passt es nicht zwischen Buchstaben und Woerter. Bis die Tage. Anna

Monday, May 19, 2014

Nagende Unruhe

Und dann bekommt man lauter kleine Nachrichten, die einem das Gefuehl geben, dass eine fiese Ratte am Lebensglueck nagt. Hoere bloss nicht auf mein Gefuehl.

This threat of a maybe future loss is driving my crazy already.... I am scared.

Sunday, April 6, 2014

schreck

ich habe ihn wieder - meinen mann. nach 4 tagen im neuen job ist nun klar, diese art von taetigkeit kann er wirklich nicht machen. sein herz hat ihm einen warnschuss gegeben und 3 tage im krankenhaus. soweit alles gut, allerdings wissen die aerzte aufgrund der einzigartigkeit seinen herzen nicht so richtig was mit den ergebnissen anzufangen und werden weitere untersuchungen vornehmen muessen, um sicher zu gehen, dass alles wieder tip top ist.

erleichterung ist gar kein ausdruck und von irischen krankenhaeusern vor allem der notaufnahme habe ich mal wieder genug.

Thursday, March 13, 2014

public transport

Zug fahren - Ja
Bus fahren - Nein

Ich werde eines Tages noch explodieren.

Friday, March 7, 2014

balance - geteilt

Im Buero tuermen sich die Auftraege, die Krise schein vorbei. Heute waren wieder Bewerbungsgespraeche. In einem kleinen Unternehmen mit 12 Mitarbeiter ist die 3. Einstellung in einem Quartal ein rasanter Anstieg.
Ich koennte mich verdoppeln und es waere noch immer genuegend zu tun um auch nachts durchzuarbeiten. Die Kollegen sind nett, smart und lustig und die Atmosphaere gut. Die Projekte auf meinem Schreibtisch sind abwechslungreich und interessant. Die Arbeit macht Spass.

Und ich bin gestern in Traenen ausgebrochen, als mein Sohn als er nachts mit Zahnungsschmerzen aufwachte, sich lieber von meinem Mann als von mir troesten liess. Der Papa, der bis Minus in der Krippe anfaengt, ihn unter der Woche liebevoll umsorgt und mit ihm spielt.

Es ist schwer. Er ist ein schoener Beruf (ja Beruf) und es ist schwer. Aber jetzt liegt erst mal ein ganzes Wochenende wir 2 vor uns, waehrend der Skypainter wieder in der Werkstatt werkelt.







Thursday, March 6, 2014

Grosseltern

Nach 40 Jahren Beziehung gehen meine Eltern neben verschiedenen gemeinsame Interessen auch oefters Mal getrennter Wege. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie unterschiedlich und individual Menschen bleiben auch wenn sie so lange zusammen sind.

Mit der Ankunft des Enkels gibt es ein neues gemeinsames Interesse. Plaene werden geschmiedet, Geschenke zusammen gekauft, Urlaube geplant, Filme gedreht und immer wieder angeschaut, jedes kleine Detail besprochen.

Erstlingseltern sind ja anstrengend, Erstlingsgrosseltern fast noch mehr - aber schoen.

Der Enkel, der kleine Wirbelwind, bringt frischen Wind in eine lange Zeit Gemeinsamkeit.


Wednesday, March 5, 2014

Alltag - inoffiziell

Kurz nach 5am ist die Nacht zu Ende. Noch immer schlafen wir im Sohneszimmer und er macht sich ungnaedig und weinerlich bemerkbar. Unusual. Ich denke auch zu erschnueffeln, was der Grund ist und mache mich halbschlafend daran die Windeln zu wechseln. Ohje, was fuer ein Geruch - sehr ungewoehnlich. Junior kommt mir ausserdem auf ueberhitzt vor und ich messe Temperatur. 38.5 - oje- das 3. Mal in seinem Dasein und ich schiebe es auf die Eckzaehne, welche sich durchschieben. Der Stammhalter kommt zum Skypainter ins Bett, waehrend ich Flasche bereite und duschen gehe. Meine Eltern sind auch schon wach, heute geht es fuer sie zurueck in die Heimat. Mini-us ist wieder mopsfidel trotz Temperatur und unterhaelt die Grosseltern bestens. So eine Quasselstrippe, wie soll das erst werden, wenn er erst Woerter kann. Wir haben viel Spass, fruehstuecken alle gemeinsam, fotografieren den Sonnenaufgang haengen Waesche auf, verabschieden uns fuer 6 Wochen und viertel vor acht bin ich endlich auf dem Weg ins Buero.
Da geht es drunter und drueber. Hoher Klientenbesuch ist erwartet und es wird Klarschiff gemacht. Die Stunden verfliegen nur so, das Telefon steht nicht still, Ingenieurabsprachen, Fensterlisten aendern, Grundriss kurzfristig umplanen aufgrund unvorherzusehender Umstaende. Dafuer gehts um 1pm mit zwei Kollegen Sushi essen - ein versteckter japanischer Gem in einer Hintergasse - mmmh. Weiter gehts im Plan - Zeichnungen muessen angepasst werden, Klienten im Ausland von Aenderungen informiert und wie immer kurzfristig eingesprungen werden.
Endlich gehts nach Hause und was fuer ein Mist, der Bus faehrt vollbesetzt an mir vorbei und ich muss noch weitere 20min warten. Statt mich aufzuregen, lese ich - ein tolles Buch, beinahe verpasse ich den naechsten Bus. Als ich endlich zu Hause ankomme, ist Junior schon todmuede, wir schaffen noch umziehen, eine Geschichte Flasche und kuscheln und das Kind schlaeft tief und seelig. Die Temperatur ist gesunken, wenn auch noch nicht ganz weg, aber es wird schon.
Der Skypainter und ich essen verspaetete ' Pancakes' mit Stirfry gefuellt ---mmmh, besprechen den morgigen Tag und ein paar Geschaeftshintergruende. Ich werde jetzt noch Baden, Waschmaschine anschmeissen und tief schlafen.... dann ist die Wochenmitte auch geschafft. Heute Nacht wieder im eigenen Bett - ich wuensche mir ein Gaestezimmer.

Ein unaufregenden Tag - und ich bin dankbar: ohne Drama.



Positiv:
Minius, der sich an mich schmiegt und mir brabbelnd Geschichten erzaehlt. Der Skypainter, der mit gefuellte Eierkuchen servierte. Der wunderschoene Sonnenaufgang ueber dem Meer heute morgen. Sushi essen. Der 'nicht ganz so schoene, aber dafuer lustigere' Kollege, der einen immer wieder zum Lachen bringt
Negativ:
Freitagabgabe musste aufgrund unerwarteter Ereignisse verschoben werden. Arrrghhh.
Junior zahnt. Bus haelt nicht an, da voll. Zu spaet zu Hause


Achso: noch erwaehnenswert - Samstag gehe ich aus - yeah.


Plaene: Genaehte Geschaenk zu Ende packen, Kueche streichen, Businessphotos, Onlineprojekt weitertreiben, Sonntag ausschlafen

Tuesday, March 4, 2014

Karneval

Ich jongliere, ich jongliere - hoert auf mir Baelle zu zuwerfen.
Gott sei Dank ist morgen Karneval vorbei.

Die Kunst des Jonglierens im Alltag - es sind die wichtigen Baelle, die in der Luft bleiben muessen, dann koennen auch ein paar unwichtigere zu Boden gehen. Und vielleicht keine Glaskugeln verwenden.

Wednesday, February 19, 2014

oh mann

was man nicht im kopf hat, hat man in den beinen meinte meine Omi immer und sie hat recht.
jetzt nehme ich schon seit 2 tagen anlauf einen buttermilchkuchen zu backen und immer vergesse ich irgendwas. es passiert einfach zuviel im gehirn, einkauflisten haben dort keinen platz. da kuchen essen fuer mich selbst gestrichen ist, vermute ich, dass mir das unterbewusstsein einen streich spielt.

desweiteren bin ich zugeschneit mit arbeit und werkele mittlerweile an 4 verschiedenen projekten, alle sehr verschieden und unterschiedlichst interessant - wohnbau gross, wohnbau klein, kirche und 'gate lodge' - und stelle wieder fest, dass doch viel techniker in mir steckt - schick aussehen ist eine sache, aber das ganze soll auch super funktionieren. einfach ist best und meistens ergibt das auch ein klares design.

ansonsten mache ich aus einem uebel einen teil meiner taeglichen unterhaltung - busgeschichten
denn busfahren ist vieles aber nicht langweilig. gestern wurde ich fuer eine freche bemerkung fast rausgeschmissen, hatte ich doch vorgeschlagen an der nicht funkionierenden fahrscheinmaschine ein schild 'ausser betrieb' aufzuhaengen, da das ja den ganzen prozess des einsteigens vereinfachen wuerde. uiijjjj. es war was los. der busfahrer war so irritiert, das er den bus auch gleich noch absaufen liess.
das er an seinem schlechten tag auch mich an an meinem schlechten tag erwischen musste, war wohl nicht so ganz gluecklich fuer ihn. ich hoffe, er ist drueber weg.


Monday, February 17, 2014

uns - mal wieder

Wichtige Alltaeglichkeiten (nicht immer, aber immer mal wieder):

- jeder schenkt dem anderen morgens eine kleine besondere Aufmerksamkeit (ich mache dem Skypainter den Kaffe, er schmiert mir das Brot)
- ein intensiver langer Kuss inmitten der groessten Hektik - kribbelt
- eine Nachricht oder Anruf zwischendurch
- gemeinsames selbstgekochtes Abendessen am Tisch
- einen Abend ohne einander abundzu - sich in sich selber austoben
- jeder laesst den anderen einfach ohne punkt und komma erzaehlen
- nachhaken
- sich in die Augen schauen
- in einandergekuschelt einschlafen, verweben


Ab und zu reisst mal ein Band, das uns zusammenhaelt: durch den Alltagsstress, zwei Persoenlichkeiten, verschiedene Interessen und Charaktere ...
und immer wieder knuepfen wir neue durch Erinnerungen, Geschichten, Zuhoeren, Fuehlen, Beieinanderseinwollen.

Es ist ein stetiges Neuverweben, Voneinanderloesen, Zueinanderfinden
- ein staendiger Wandeln von
UNS



Friday, February 14, 2014

friday notes

Es ist nass nass nass - eklig -  nass. Wann gibt es wieder Sonne?

Eine schoene Stimme macht sexy. Und umgekehrt. So ein schoener Mann heute morgen auf dem Weg zur Arbeit und so eine abstossende Stimme. Brrhhh.

Was macht man morgens um sieben? Man liegt mit dem 10Monate alten Kronprinz auf dem Fussboden und bestaunt die Waschmaschine, diskutiert, zeigt und lacht.

Es gibt schon wieder Kuchen im Buero. Dieser Arbeitsplatz wird mein figuerlicher Ruin. (Man koennte ja nein sagen, Frau nicht).

Alte Berufskontakte wieder aufbauen und in die neue Firma integrieren.

Deutschsein fuer Anfaenger. Mein Kollege sagte eben " Ja, Mensch" mit irischem Akzent. Sehr schoen.

Saturday, February 1, 2014

notes - 10 Monate

Little man und Schlaf
- 11-12h Schlaf ohne Unterbrechungen
- morgens wird froehlich im Bett gestanden und gekraeht, aber erst nachdem man 15-20min vor sich hinsabbelt, Musik macht und singt (oder so was aehnliches)
- Mittagsschlaf: wer braucht schon Mittagsschlaf - ihn zum Schlafen zu bewegen ist eine Tortur, vor allem wenn es im eigenen Bett sein soll, das geht selten ohne Traenen vonstatten, man koennte ja was verpassen

Little man und Essen
- er isst alles was man ihm auftischt und seit kurzem gibt es das meiste in Streifen geschnitten und er fuettert sich selbst, man weiss, dass er satt ist, wenn das Essen anfaengt auf dem Boden zu landen
- am liebsten isst er alles kalt; fuer heisses oder warmes Essen hat er nix uebrig
- Lieblingsessen: Avocado, Fleisch (von mir hat er das nicht), Apfel (von mir), Rote Beete (vom Mann), Gurke und seit neuestem auch Brotstreifen und Kaese

Little man und Bewegung
- Krabbeln wie ein Verrueckter allerdings in Robhaltung auf den Unterarmen, das geht naemlich auf dem Holzfussboden richtig gut, die Beine rutschen schnell nach
- Hinstellen und Wippen, hoch und runter, mittlerweile faellt er seltener um, kann sich vorsichtig(er) aus dem Sitzen hinstellen und wieder hinsetzen
- Baden und Plantschen ist toll
- Ansonsten: Klatschen, Winken, Zeigen und angeben wie gross man schon ist, Bitte Bitte, und Nein

Little man und die Sinne
- Augen wie ein Luchs, denen entgeht nix allerdings setzt die Reaktion manchmal noch immer verzoegert ein (meist sehr lustig)

- Riechen: keine Ahnung
- Hoeren: ich denke gut, allerdings trainieren wir schon erfolgreich selektives Hoeren
- Fuehlen: alles wird inspiziert, gewendet, untersucht, wenn moeglich auseinander genommen und seit kurzem auch versucht wieder zusammenzustecken, gefuehlvoll und vorsichtig ist er allerdings seltener, meist geht es voller Kraft voran und sowohl ich als auch der Skypainter haben unzaertliche Attacken schon zu spueren bekommen - und er selbst folgt wohl auch eher dem Spruch: wer nicht hoeren will, muss fuehlen (bloeder Spruch)
- Schmecken: Alles wandert in den Mund, wird probiert und draufrumgebissen, bis jetzt schmeckt alles, sogar der Fisch, den er beim ersten Mal so gar nicht essen wollte

Little man und Temperament
- siehe Fuehlen: vorsichtig ist er eher nicht, am liebsten wuerde er einem Kopf zuerst vom Arm springen

- er lacht viel, freut sich ne Knuelle und hat Spass
- wenn mal etwas nicht so geht wie er gerne moechte, gibts schon kleine Wutanfaelle (das kann ja noch lustig werden) - Frage: wie geht man mit sowas in diesem Alter um? Beim ersten Mal mussten wir lachen, jetzt versuchen wir auf ihn einzugehen ohne dem eigentlichen Wueten allerdings zuviel Beachtung zu schenken - Tipps und Tricks?
- er ist eine Quasselstrippe (mein Schuld), noch kann ich keine Worte erkennen, aber es hindert ihn so gar nicht einem alles zu erzaehlen, darauf hinzuweisen, so was aehnliches wie Singen auszuprobieren, Laute in allen Tonlagen und Formen anzuwenden - vom Tonfall klingt es manchmal echt schon nach Saetzen. Man hat fast das Gefuehl, man haette vergessen eine wichtige Sprache zu lernen

Little man und was noch
- er hat die schoensten, neugierigsten Augen - so ein intensiver Blick
- er flirtet richtig und bezaubert andere mit seinem Lachen
- er hat keine Locken, ich bin enttaeuscht (naja ein bisschen)
- er trinkt nicht viel, 2.5 Flaschen am Tag und ein bisschen Wasser, reicht das an Fluessigkeiten? Das will ich bei der Gemeindeschwester noch mal nachfragen.
- I love my job - ich vermisse mein Kind - Wochenenden sind so schoen
- nachdem ich als Minius 7 Monate war wieder mit dem Arbeiten anfangen musste, hatte ich mir vorgenommen wenigstens noch morgens und abend zu stillen. Aber das erledigte sich schnell. Fuer 2 Wochen klappte es, dann nur noch morgens und nach einem Monat hatte ich das Gefuehl, da ist nicht mehr genug (war auch nicht), der Kleine wollte nicht mehr und seit dem gibt es die Flasche. Verlangen nach der Brust zeigte er nicht mehr.

Uebermutter?
- er bekommt nix Suesses, nein auch keine suessen Joghurts, Quarks, Schokolade, Vanillesosse, Marmelade, keine Saefte usw.- er verlangt nicht danach, er braucht es nicht - ich denke, es kommt frueh genug, was habe ich mich lange geweigert ihn auch mal am weissen Broetchen knabbern zu lassen, aber mein Gott man kann es auch uebertreiben ;)

- einmal am Tag wird wenn irgendwie moeglich geschlafen, der Junge ist augeruhter, die Eltern entspannter, man schafft in dem Zeitraum viel und kann sich hinterher ganz aufs Entdecken und Spielen konzentrieren
- ich bin begeistert von der Babyzeichensprache, das Konzept erscheint mir sinnvoll, denn man benutzt ja auch als Erwachsener noch verschieden Zeichen und ich habe das Gefuehl, da wir ein 2sprachiger Haushalt sind, kann es vielleicht spaeter einiges erleichtern. Soweit denke ich, erkennt er einige Zeichen, aber bis auf 'Da', 'Komm mit', 'Nein' und 'Bitte, Bitte = Fein= Mehr' benutzt er keine, da hat sich auch in den letzten 2 Monaten fast nichts geaendert. Zeichen, die ich verwende sind: Ja, Nein, Essen, Trinken, Milch, Wasser, Apfel, Spielen, Mehr, Schlafen, Komm mit, Dort, Hoch, Auto, Schuhe,Teddy, Waschen. Die Zeichen verwenden wir begleitend zur Sprache und ich mehr als mein Mann. Ich finde es wahnsinnig spannend und bin am Ueberlegen fuer mich selber die Gehoerlosensprache zu erlernen (das hat nichts mit dem Kind zu tun)
- Wenn moeglichst kaufe ich fuer den Luetten Bioessen und wir bereiten fast alles selbst zu, fuer unterwegs oder einen anstrengenden Tag haben wir aber auch immer 1-2 Glaeschen und fertige Milch zu Hause

Doofe Mutter?
- Als Mutter ist man auch manchmal doof: Ich habe das Gefuehl er ist die letzten Monate nicht sehr viel gewachsen, vor allem die Beine erscheinen mir irgendwie so kurz (paranoid?) laut BabyTUEV ist ja alles bestens - also wohl eher doof
- Ich bevorzuge Routine, der Mann eher freier Stil - da er 5 Tage verantwortlich ist, also eher freier Stil - aber auf folgendes konnten wir uns einigen: grob die gleichen Zeiten fuer Mahlzeiten, Flaschen und das abendliche Schlafen, einmal am Tag Mittagsschlaf, obwohl der Skypainter meistens nachgibt und den Spaziergang in diese Zeit verlegt




Friday, January 31, 2014

one month in

Januar ist so gut wie vorbei und die ersten Wochen im neuen Job habe ich hinter mir.

Das Buero ist klasse, die Kollegen und Chefs nett und jeder ein Charakter - Langeweile wird bestimmt nicht aufkommen. Alles sehr familiaer und ganz irische gibt es ausser der Mittagspause  noch eine vormittagliche und nachmittagliche Teepause. Das kenne ich ja aus frueheren Zeiten so gar nicht. In der Mittagspause wird der AB angestellt und es herrscht Pause - Ruhe. Irgendwie cool. Dazwischen wird hoch konzentriert gearbeitet, kein rumgedallere. Gefaellt mir gut.
Mittlerweile habe ich auch 3 Projekte auf dem Tisch, Hausumbauten im groesseren Stil und eine Kirche. Das Klientel ist eine ganz andere Klasse  und ich schwanke zwischen Faszination und Ekel wie man  einen Betrag der unsere Miete fuer ein halbes Jahr abdecken wuerde fuer einen Wasserhahn ausgeben kann. Oder wie Leute ein 3. Ferienhaus einrichten, in dessen gesamtes Erdgeschoss meine Wohnung passen wuerde. Und von den sehr professionellen und netten Klienten bis zu diesen Neureichen, die denken ein jeder waere ihr Fussabtreter, sind mir alle Facetten Menschen innerhalb von 4 Wochen unterkommen. Mir faellt wieder einmal auf, dass Familien in denen schon immer Geld war, meist eine sehr professionelle, hoefliche, offene Herangehensweise haben, waehrend viele "Neu" oder "Neuerb"reiche so gar keine Manieren vorweisen, verschwenden um protzen zu koennen und oft das Geld ausgeben, das sie selber sich nicht erarbeitet haben.
Und doch macht es Spass mit grosszuegigeren Budgets arbeiten zu koennen. Und wie gesagt faszinierend ist es auch. Mittlerweile bin ich statt 12 auch nur noch 11h ausser Haus, schon mal ein Plus und ich hoffe, dass es in Zukunft noch ein bisschen flexibler wird und ich der Cloud sei dank auch von zu Hause arbeiten kann. Denn so schoen der neue Job auch ist. 5 Tage die Woche kaum Zeit mit meinem Kleinen verbringen zu koennen, das ist hart. Das schlechte Gewissen zwackt, dabei macht der Papa seine Sachen prima. Meist mache ich meine Luetten morgens noch fuer den Tag fertig, gebe ihm seine Morgenflasche und kuschel oder spiele ein bisschen mit ihm, dann muss ich los, abend bin ich meist rechtzeitig fuer die Abendflasche zu Hause, ein bisschen Vorlesen, Erzaehlen und Kuschel und mehr ist nicht drinne. Oft tut mir mein Herz sehr weh, aber anders geht es im Moment mit mir als Hauptverdiener nicht. Mein Mann arbeitet am Wochenende und abends und falls die Granny den Kleinen mal ein paar Stunden nehmen kann.
Es ist nicht einfach, aber es ist nun mal so wie es ist und in diesen Zeiten sind wir froh unser Auskommen zu haben und ich auch wieder ein interessantes Arbeitsfeld.
Noch ein Nachteil - aufgrund der unguenstigen Lage des Bueros nehme ich den Bus und ich hasse Busfahren (Zug ja, Strassenbahn ja, Bus nein) und die Vorkommnisse der letzten Woche geben mir recht. Normalerweise dauert die Fahrt ungefaer 45 min. Zweimal diese Woche ist es vorgekommen, dass ich aufgrund von Unfaellen erst nach 2.5!h zu Hause war. Abends um 8! Der Junge schlief tief und fest und ich konnte ihn nicht mal druecken. In Zukunft werde ich zu mehr deutschen Arbeitszeiten umsteigen. Morgens frueher anfangen und abends frueher gehen. Das ist zwar nicht so gern gesehen, aber war ja teil des Vorstellungsgespraeches und wie gesagt Cloud sei Dank muss doch so ein Nachmittag/ Abend Homeoffice einmal die Woche drinne sein. Wir werden sehen.
Dem Luetten gehts praechtig, er hat seinen 9 Monate TUEV super bestanden, brabbelt und erzaehlt den ganzen Tag (ich schwoer das hat er nicht von mir), isst wie ein Scheuendrescher, trinkt eher weniger, ist sehr neugierig, ein eifriger Krabbeler, noch eifriger Hinsteller und am Sofaentlanghangeler, Mittagschlafhasser und Allesauseinandernehmer. Nagut mittlerweise probiert er sich auch wieder im Zusammenstecken und manchmal klappt es auch. Temperament hat er. Wenn mal was nicht funktioniert, wird laut geschimpft. Vor kurzem waere er trotz Anschnallen fast aus seinem Hochstuhl entkommen, er hing gerade noch so im Riemen und mir ist fast das Herz stehen geblieben. Alles was er macht, macht er mit viel Energie und Einsatz und man muss die Augen ueberall haben. Er lacht viel und freut sich an allem, beobachtet wie ein Luchs. Und letzten Sonntag als der Skypainter nach der ersten Nacht in Wochen in der er mit Freunden mal ein (wohl eher 3) Guiness trinken war ein bisschen ausschlafen wollte, hatte ich die Idee ihn am spaeten Vormittag mit einer suessen Kinderumarmung zu wecken. Prompt gedacht und ausgefuehrt habe ich Mini-us zum Mann ins Bett gelegt, komplett unaware, dass der Kleine ja noch ein Holzpuzzleteil in der Hand hatte. Es gab einen sehr unangenehmen Wake oder Wack up call, der in einer blutenden Wunde auf dem Nasenruecken des Skypainters endete und ich grausame Ehefrau musste auch noch Lachen. Der arme Mann. Das sanfteste aller Kinder ist Luetten-Us bestimmt nicht. Nix mit suesser Kinderumarmung. So, das waren Arbeit, Kind und Mann und ich selbst?
Ich kaempfe um den rechten Ausgleich aller Lebensbereichen, dem ewigen schlechten Gewissen einer Vollzeit arbeitenden Mutter, die mit Freude zu ihrer Arbeit geht und zu weniger Bewegung. Doch Stueck fuer Stueck wird sich alles fuegen. Partnerschaftlich sind wir wieder staerker zusammengewachsen und machmal ist es wie in den ersten Monaten unserer Beziehung. Mit staendig chemischen Knistern und weichen Knien. Es ist zwar nicht mehr viel Zeit fuer einander, aber wir geniessen sie intensiver. Daher denke ich, alles andere wird sich auch finden.
10 Jahre, bald sind es 10 Jahr uns und 1Jahr uns+. Wahnsinn. Das war damals so nicht geplant. Aber wie stand auf einer dieser Spruchpostkarten: Leben ist das was passiert, waehrend man andere Plaene macht. Oder so aehnlich.
Danke Elisabeth fuer die lieben Gruesse.
Slainte Euch allen da draussen, ich trinke jetzt noch ein nettes Glas Whiskey und dann geht es ab ins Bett und in den naechsten Monat.

Sunday, January 5, 2014

Regensturm und Analyse

Heute ist Abschmuecken angesagt. So lieb ich unseren kleinen haesslichen Weihnachtsbaum letztendlich doch gewohnen habe, so sehr moechte ich hier alles ordentlich haben, wenn ich dann morgen "taratara" den neuen Job anfange. Und zugeben kann ich es doch dann auch endlich mal: Ich bin sowas von unordentlich. Man verstehe mich nicht falsch. Ich liebe es ordentlich, organisiert, ruhig um mich rum, aber da ich auch im groessten Chaos in andere Welten (Buecher, Spielen mit Baby, Chat mit Freunden) verschwinden kann und wohl auch oft mit meinen Gedanken beim naechten Schritt bin, scheinen die Dinge um mich rum zu fallen, zu liegen, sich anzusammeln. Ich raeume staendig auf, aber nur weil ich wie gesagt nur schwer Ordnung halten kann und daher wird das heutige Abschmuecken ein Unternehmen. Mann und Kind sind zum Einkaufen geschickt (Ja in Irland laesst dich das auch gut mal Sonntags machen) und ich, ich werde jetzt das Internet ausstoepseln zur Selbstkontrolle.

Ich verstehe es auf einer Ebene schon, dass die Armish Technik ablehnen, mit der Begruendung, das man sich zu sehr Ablenken laesst.

Ein gesundes neues aufgeraeumtes Jahr wuensche Ich allen :)