Friday, December 11, 2015

Make the time

Als ich gegen 7 von der Arbeit nach Hause komme, schlaeft mein Sohn schon.
Ich bin enttaeuscht, wollte ich doch so gerne von dem extra Morgen im Kindergarten hoeren, schliesslich war der Weihnachtsmann da, fuer den 2.5jaehrigen bewusst, das erst Mal.
Schade. Stattdessen beginne ich fuer den Besuch, der morgen kommt und fuer ein paar Tage bleibt, klar Schiff zu machen.
Waren diesen Ecken schon lange so schmutzig? Ich kann kein Ende finde, raeume, putze, sortiere...
Soviel zu tun.
Als der kleine dann um 10.30 im Tuerrahmen auftaucht und nach Fruehstueck verlangt, schwanke ich zwischen Verzweifelung (er sollte doch schlafen) und Freude (jetzt wird erzaehlt).
Er freut sich riesig mich zu sehen und ich habe mal wieder ein schlechtes Gewissen, um meiner langen Arbeitstage. ' Mami, I am so happy you are home '. Er ist nicht ins Bett zurueck zu bewegen. So setzte ich ihn dann mit einem Glas Milch an den Tisch und waehrend ich weiter die Kueche aufraeume und Waesche aufhaenge erzaehlt er mit begeistert vom Weihnachtsmann und noch mehr begeistert von Micky Maus, die dem Weihnachtsmann half (Irland mal wieder). Ich schmunzele vor mich hin und rege ihn mit Fragen zum Weitererzaehlen an.
Ploetzlich schaut er auf und sagt: Ich will auch Waesche aufhaengen. Na gut, so bekommt jedes Waeschestueck noch ein dritte Klammer und auf den Knopf der Maschine darf er auch druecken.
Mama nun mir helfen, verlangt er dann. Wobei denn? frage ich nach. Beim Puzzlen. Ach herrje, mittlerweile is es kurz nach 11. Na gut. Also puzzlen wir, erzaehlen, kuscheln. Endlich bekomme ich ihn zurueck ins Bett, lese noch eine Geschichte vor und schlafe in seiner Umarmung neben ihm ein. Kurz nach 5 morgen krieche ich dann endlich in mein eigenes Bett, neben meinen Mann, der spaet von der Arbeit zurueck kam.
All dies entgegen jeden Ratschlaegen aus Erziehungsratgebern und doch war es so richtig. Ein glueckliches Kind, eine glueckliche Mama und ich weiss ja, dass er morgens schlafen kann, solange er will.

Follow the flow, keep Zen (sane)

Friday, December 4, 2015

So,why did you stay?

Cause you just get me.










home









Wednesday, December 2, 2015

Freedom vs Freedom

Man kann natuerlich das Handtuch werfen und sich aus dem Staub machen,
Man kann aber auch sich hinsetzen neu entwerfen, umaendern, neu bauen.

Beziehungen sind ein bisschen wie Bauprojekten:
Ja, manchmal muss man abreissen,
aber meisten braucht man nur etwas kreativ zu sein, und das was als Zwang und zu wenig Raum dastand, aendert sich in etwas neues, schoenes, sehr persoenliches.

Aber dazu gehoert Liebe zum Projekt, den Willen Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen, Vorstellungskraft und vor allem viel Tatendrang.

Wenn man nichts macht, passiert auch nicht. Anfangen, nachdenken, loslegen.

Etwas zu tun, heisst aber nicht alles ueber den Haufen schmeissen oder abreissen zu muessen.

Wenn es was wert ist und war, hat es eine gesunde und standfeste Struktur, von der man starten kann, auf die man bauen kann. Vorstellungkraft und Energie, Teamfaehigkeit und Respekt.


Tuesday, December 1, 2015

Missing you

Brothers

Grounded on rock,
guided by light.

Roots going deep within.

Subtle strength growing up and beyond,
branches bending in seaside storms
woven together, not breaking.

Shelter and shadows and sparkling light.
Woven together and holding tight
founded on rock and standing wide
with the crowns moving free in the wind.


Struggles

Reading the recent post of a mother struggeling to combine family and work life and the adjustments she made to make it work, I was struck with jealousy, stupid simple jealousy.
Every fibre of my being was screaming: Me too.

This past year has been the toughest yet on our family, relationship and my decision to stay.

We are working 7 days a week while swapping childminding duties. Working on different rotas caused the absence of one or the other parent in the household. To get to spend time together as a family became the biggest treasure. A gem so rare. Any spare minute is given to us as a family, to give our son parent time.

The place is starting to look like a bomb hit it and then it is more important to play or talk then clean and DIY. But I have to admit I don't like this side of it. Working all day to make other peoples houses look balanced, calm, organised, stunning, .... I come home to a home that is missing my personal touch.
But laughter and hugs are welcoming me and I push my ambitions back and embrace the love and stormy energy.

To keep us together as a couple is hard to. Regular dates. God, if I could find the time to just watch one movie every two weeks, or even an episode of something or just to sit down and talk for an hour about things that have nothing to do with household and organisation, but with us and dreams and hopes and plans or just to laugh and be giddy and silly. It has become to rare.

Change things. Ah well, I am trying and have made steps forward, but given the nature of us, I am the main provider in the family and only now I understand the pressure a lot of men feel when the woman decides to stay at home. The pressure of keeping a roof over the head, food on the table, to set back crazy selfish plans to ensure the basics are retained.

Leaving the house at seven to be back at 6.30, to then play and listen, read and bring to bed, to hug and ensure, to love, just to pick up at 8.30 again for another 2-3h on the business marketing, accouting, advertising, it is starting to take its toll despite loving the actual activities. Hardly an evening going to bed before midnight, no time for relaxations, a bit of sport or just leisurely doing bits and pieces, it is starting to make us hard, unforgiven, angry, sad, lonely....

And behind all that, the thoughts of not doing the best job being a mum, by not being the person most at home. my man is doing an amazing job, but despite our decision to break out of the standard family model for uncountable unchangeable reasons, there is my biological ? programming nagging me. Wouldn't it be nice to have another child. Am I crazy? Hardly coping as it is?
And sometimes I am praying with every fibre of my heart for the possibility to make small adjustments and make it all work with light and easiness.

Are we doing this right?

Things are improving so, I have taken the right steps to be able to make changes, financial pressure is reducing and hopefully by beginning of next year the schedule will balance and family work love life as well.

I just hope we were able to stay close enough and strong enough to have weathered this rough sea with as little as damage possible and with the feeling: "Yooha, what a rollercoaster, god we are so alive and strong and full of love for the people who were by our side going through this adventure."

Not given up on us,  you, me, but fighting hard.

If you fight there is fire and energy left.










Tuesday, October 13, 2015

Notizen

Das ist ein verruecktes Jahr:


Wir arbeiten im Schnitt 10-12 h am Tag.
Nachtschlaf ist auf 5-6h im Durchschnitt gesunken, trotz super schlafendem Kleinkind.
Firma,  Buero,  Selbstaendigkeit2 - 3 noch etwas wackelige Standbeine.
Wir sehen uns nur noch abends, falls wir die Augen offen halten koennen und versuchen jeden Sonntag morgen und 1-2 im Monat den ganzen Sonntag zusammen zuverbringen.

Kinderbetreuung ist wie folgt aufgeteilt: Mann arbeitet Sa-Di, ich Mo-Fre, Kindergarten 2 Nachmittage, Oma 2 Vormittage.

Die meisten Mama-Sohn Tage verbringen wir:
a) am Strand
b) im Hafen
c) Spielplatz oder Gardenestate
d) bei Freunden
Die meiste Vater-Sohnzeit:
a) im Wald
b) am Hafen
c) am Spielplatz

Sohnemann spricht herrliches Denglish :), zaehlt hingebevoll bis 22, kennt ein paar Buchstaben, huepft wie ein Frosch, laeuf soviel, dass Qualitaetsschuhe Loecher in den Sohlen haben, ist vorsichtig mit Hoehen, teilt gar nicht gerne, ist ein dickkoepfiger Sonnenschein, schlaeft durch, isst fast alles, hat gerne mal einen Wutanfall, ist fast trocken und haelt uns in Bewegung. Ist am liebsten draussen, kann sich aber auch gut drinne beschaeftigen, wenn sein taeglicher Bewegungsdrang abgedeckt ist, malt nicht gerne :(, spielt am liebsten mit Lego, Kraenen, Eisenbahnschienen, Puzzlen, alles was auseinander gebaut, umgebaut, zusammen gebaut werden kann, liebt Buecher :), singt gerne mit mir.
Skypainter hat arg zu tun, kreiert wundervoller Stuecke, hadert mit dem Geschaeftsende, kocht wie ein Weltmeister, kommt zu kurz
Ich: arbeite zu viel, esse zu viel, bewege mich zu wenig, zu wenig ichzeit, lache viel, hadere mit sozialer Ungerechtigkeit und mit Balance.

Wir alle: Seit Monaten ein langsames, schmerzvolles Abschiednehmen von einem Menschen, den wir sehr lieben.
Was wir nutzen ist die Zeit zusammen, intensiv, jeden Moment. Jede Geste, jeder kleine wunderschoene, alltaegliche Augenblicke.

Wir waren schon immer verzaubert von den kleinen schoenen normalen besonderen Dingen.
Sie sind noch intensiver geworden. Die heisse Tasse Tee neben dem Computer, die Kerze auf dem Tisch, die frisch duftende Waesche.

Wie kostbar jeder Sinneindruck, wie wertvoll jeder Erinnerung, sie gehen ein in unser Werken.
Und sollten unsere Erinnerungen eines Tages einmal verschwinden, so werden unsere Sinne sich erinnern, der Duft, die Bilder, die Texture der Scupture, die Weiche der Decke, das Klare des Steins.
Sinner und Emotionen.

Die Erinnerungen stecken in unseren Sinnen. Da entstehen sie, dort finden sie ihr letztes Erbluehen.


Saturday, June 6, 2015

Kinder und Geduld

Fuer alle, die ueber ein zweites Kind nachdenken: Bevor das erste 2 Jahre alt ist, sonst wird es nix.

:)

Man haben wir ein dickkoepfiges, willenstarkes Kind, ein echter Widder.
Ich dachte ja, ich haette im Gebiet der Geduld Fortschritte gemacht. Min Jung zeigt mir: There is much room for improvement.

Feeling challenged.

Wenn er nicht auch phasenweise ein echtes Goldkind waere und einem ab und zu die Arme um den Hals schlingen wuerde, mit dem Ausruf "Love, Mama", wuerde es gefaehrlich werden.
Ein echter Schelm, Schauspieler und Frechdachs. Ein Junge eben, wurde mir gesagt. Oha.

Wie soll das erst in den Teenagerjahren werden, wenn schon der 2jaehrige versucht mit uns 2sprachig zu debattieren?


Tuesday, June 2, 2015

Mindfulness (

Man hat die Wahl sich den Luxus zu goennen, auseinanderzufallen, sich aufzuloesen oder den schwierigen Weg zu gehen sich im hier und jetzt zu verankern, sozusagen zusammenzureissen.

Reiss Dich mal zusammen. Was fuer ein bescheuerter Satz dachte ich immer. Aber es steckt viel Wahrheit in den Worten.

Sich im Hier und Jetzt zu verankern, das kostet viel Kraft. All diese einzelnen Stuecke seines Ich zusammen zu suchen, zu rufen ,wieder zu vereinen, es ist anstrengend. Ein Leben, das zu voll gefuellt ist, einem zu viel abverlangt, fuehrt zu Aufloesung. Man gibt und gibt, steckt Energie in dieses und jenes, versucht zu halten, was sich nicht halten laesst. Man hat Sehnsucht nach der Vergangenheit, Menschen, Geschichten und laesst auf der Wegstrecke einen Teil von sich bei Ihnen zurueck, in der Hoffnung sie fuer immer an sich und sein Leben zu binden.

Wie gross ist die Versuchung nicht mehr zu kaempfen, sich anstrengen zu muessen, sich der Aufloesung hinzugeben, die Verantwortung fuer anderen und einen Selbst aufzugeben, sich im Morgentau in einen Windhauch zuverwandeln und fuer immer ueber Berge und Taeler zu schweifen.

Sich zusammenzureissen - loszulassen was einen in Stuecke reisst, to become whole again, sich zu ankern, erschweren, verwurzeln im hier und jetzt - das gestern ist vorbei, das morgen kommt erst noch - in der Erinnerung und in Traeumen koennen wir nicht leben, hoechstens mit Ihnen.

Sich zu verankern:
Hilfe im Alltag zu suchen, den Koerper spueren lassen, nicht nur Kopf und Herz, laufen, die Schritte auf der Erden hoeren, Spuren, Atmen bis es schmerzt, tiefer das Leben einsaugen; lieben, Haut an Haut spueren, Haende, Muender, Augen, Koerper;die Erde bewegen und ihren Duft einatmen, schwere, fruchtbare taufrische Erde; pflanzen, Blumen, Moehren, Erdbeeren, Krauter, sie auf der Zunge zergehen lassen, schmecken.

Ersinnen, erbauen, Realitaet und Tiefe erschaffen, dem Geistigen das Koerperliche geben. Balance.

Sich nicht in etwas reinsteigern. Mit Kopf, Herz und allen Sinnen erfahren.


Mindfulness.

Ungeheure Kraft und Stabilitaet im tobenden Lebenschaos.



Drifting is over.


Monday, May 11, 2015

Irland mal wieder

Nach einem untypisch trockenen und wenn zwar etwas kalt, doch aber sehr sonnigen April, ist nun Mai. Ein nasser Mai (bis jetzt), ein sehr nasser Mai. Nix mit dem Irischem 'Softday', bei dem man hohe Luftfeuchtigkeit kaum vom Nieselregen unterscheiden kann. Nein, es giesst, es regnet blasen, es stuermt, es ist zum Haare ausraufen ekelhaft.

Da irische Apartments in der Regel weder ueber dazugehoerige Waeschekeller, Trockenplaetze noch Dachboeden verfuegen, trocknet man die Waesche generell in der Wohnung. Bei uns gehoert zum Inventar ein Waschtrockner dazu, das nutzloseste Geraet dieser Art, das mir je unter die Augen gekommen ist. Und kommen Sie ja nicht auf die Idee, fuer die 2h Sonnenschein mal den Waeschestaender auf den Balkon zustellen. Ladendiebstahl ist geringfuegiger bestraft. Nach 2 Mahnungen (meine Mama war zu Besuch, der Skypainter hing das Badehandtuch ueber den Stuhl) stehen wir nun auf der Abschussliste.
Hinzu kommt, dass wir ueber Nachtspeicherheizungen verfuegen, noch so etwas unnuetzliches.

Da in unserem Gaestezimmer aka Waescheraum vor einiger Zeit ein kleiner Mann eingezogen ist, gestaltet sich das Waeschetrocknen problematisch. Bei Schoenwetterlage transportieren wir Babybadewannen voller nasser Waesche zur Skypaintermama, wo die Waesche dann schoen im Wind und Sonne trocknet. - Nichts geht ueber Wind getrocknete Waesche. Ich haenge nur ungern die Waesche in der Wohnung auf, da die Luftfeuchtigkeit generell sehr hoch ist ( um 65% ist ueblich in den Uebergangsjahreszeiten) und ich mir nicht vorstellen kann, das das fuer unsere Gesundheit gut sein kann.

Diese Woche klappte Waesche im Garten trocknen also nicht und die Waesche wurde aufgeschoben, auf besseres Wetter hoffend, noch einen Tag und noch einen und.... Nach Blick auf die Wetterkarte dann heute doch Wohnungswaeschetag (es soll die naechste Woche fleissig weiter regnen, ich sollte Reis anbauen). Mit Hilfe von Waeschestaendern und nutzlos Trockner (zu teuer, trocknet nur halb oder verbrennt die Sachen) wurden wir den Mengen herr und nun raten Sie mal was mein Mann und ich heute abend so im Schichtsystem gemacht haben -
Richtig, die Waesche trocken gebuegelt -
Juchu, so stelle ich mir einen romantischen Abend vor. Und vor allem, weil wir uns durch das Krippe ist so teuer, wir arbeiten gestaffelt, System eh schon so oft sehen.


Ein Date - Buegelwasche, heisse Schokolade, Socken sortieren.
Gut, dass mit dem Skypainter immer ein bisschen Schwung in die Dingen kommt.


What a Rock'n'Roll lifestyle!

Und noch besser? Wir waren nicht die Einzigen. Irland, du gruenes Lande der Traeume.

Sunday, April 19, 2015

Leichtigkeit Schwere Sein

Wie oft gruebelte ich schon ueber diesen Buchtitel: "Die unertraegliche Leichtigkeit des Seins".


Es gibt Lebensabschnitte in jedem Leben, die sind fremd bestimmt - Menschen, Umstaende, Situationen. Man kann planen und doch nicht planen.

Befindet man sich in einer solchen Situation, gibt es folgenden Moeglichkeiten damit umzugehen:
Sich freizukaempfen koste was wolle, sich dem hinzugeben oder irgendwo dazwischen.

Das Bild vom Lebensfluss ist kein schlechtes, fast alle Situationen lassen sich dort hineinsetzen.
Es droht ein Sturz mit dem Wasserfall:
Kaempfe bis zur Erschoepfung nicht hinunterzustuerzen,
Lasse Dich treiben, vom Wasserfall mitnehmen, in der Hoffnung, du kommst heil unten an und hattest das Erlebnis deines Lebens,
Du laesst Dich ein Stueck treiben, geniesst den Nervenkitzel, wartest den richtigen Moment ab, ....


usw. Alle Fluesse sind verschieden, alle Wegstrecken sind verschieden, alle Menschen sind verschieden - unendliche Geschichten werden geschrieben.


Ich, ich lasse mich im Moment treiben, fremdbestimmt, durch alle Strudel und langsameren Wegstrecken und warte den richtigen Moment ab, das richtige Stueckufer um wieder das Ruder in die Hand zu nehmen.

Das Leben hat hier uebernommen, Gesundheit und Situationen auf die ich/wir geringen Einfluss haben.
Anzukaempfen kostet Kraft, die ich im Moment nicht besitze, ausserdem finde ich das passende Stueckufer fuer eine gelungene Landung nicht. Noch nicht. Das Leben, ja es ist schwer im Moment und in Umkehr zum Buchtitel oben: 'Die ertraegliche Schwere des Lebens' (eigentlich macht es so gar keinen Sinn) ist es doch auch irgendwie mal gut nicht Entscheidungen zu treffen, sich dem Fluss hinzugeben statt anzukaempfen. Das Ruder ruht fuer eine Weile bis das passende Ufer zu Landung gefunden ist.

Wir lassen uns treiben in den Tagen, die nicht genuegend Stunden haben, in den Minuten, die keine Zeit sind, in den Sekunden, die jede einzelne mehr als bedeutsam sind und doch zwischen den Fingern verrinnen.



Friday, February 27, 2015

Seelenmenschen

Seelenmenschen
Menschen, die mich auf verschiedenste Weise beruehrt, gefuehrt, veraendert haben.
Manche sind bestaendig in meinem Leben, manche habe ich nur kurz getroffen, manche noch nie.

Seelenmenschen
Sind Menschen, die in mir etwas zum Klingel bringen, Lebensenergie verstaerken, mich naeher zu mir bringen, die Sonne in mir Strahlen lassen.

Seelenmenschen
Bringen mich immer wieder dazu, mich weiter zu entwickeln, staerker zu werden auch wenn ich schwach bin, schwierige Entscheidungen zu treffen und mit mir diese Schritte zu gehen.



Vor ungefaehr 10 Jahre habe ich eine schwierige Entscheidung getroffen zwischen zwei Seelenmenschen. Ich kann mich nicht zerteilen. Ich muss 100% sein, um ich zu sein. Ein Leben zwischen 2 Stuehlen wuerde mich zerreissen.
Ein Mensch in einer innigen Verbindung hat mich voll und ganz verdient.
Haette wuerde sein koennen sollen .... ganz in der Gegenwart und in der Situation leben, sie zu durchdringen und voll auszukosten, das Schoene, das Traurige, das Intensive - es findet sich in Allem.  Sich darauf einlassen, Dinge gehen lassen.

Es war eine schwierige Entscheidung, jemand der eine Seite an mir verstand und naehrte wie niemand anderes, aus meinem Leben gleiten zu lassen.
Es war eine gute Entscheidung fuer Alles bis hier, dass es so sonst nicht gegeben haette.

Und doch moechte ich, hoffe ich, dass dieser Jemand weiss, wie wichtig er war fuer mich, mein Ich sein, mein Schreiben und Traeumen und auch fuer die Jahre bis jetzt.

Den ohne dieses Menschen waere ich nicht zu dem geworden, was ich jetzt bin.
Always within my heart.


Ich habe auch gelernt, diese Menschen in mein Leben lassen zu koennen und das Gefuehl zu haben, alles was ist, zaehlt nicht mehr. Sie sind eine Bereicherung fuer mein Leben. Nicht mehr der Grund, alles zu hinterfragen.


Neuer Seelenmensch
Ich bin mir selbst bewusst und dem was ich lebe. Du bist willkommen, erweiterst, ich stecke die Grenzen mit Liebe und Respekt.


Thursday, February 19, 2015

______________

Einfach so trat er in ihr Leben vor 14 Jahren. Ohne Ankuendigung. Ohne die 9 Monate sich vor bereitens, sich freuens, sich an den Gedanken gewoehnen. Mit Verdacht auf Blindarm kam sie ins Krankenhaus und mit einem Fruechen fuhr sie nach Hause. Der Papa war uebergluecklich, sie einfach nur geschockt. Sie waren so verdammt jung. 6 Monate dauert das Aneinandergewoehnen, dann war er ihr Augapfel, ihr EinundAlles, ihr Herzenmensch, ihr Lachen und Lebensanker. Andere Kinder waren geplant, aber das Leben hatte andere Plaene und goennte ihnen nur dieses eine Sonnenkind.
Als ihre Mutter dann vor 6 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, war er ihr Rettungseil ins Leben. Zog sie immer wieder zurueck vom Abgrund.
Und nun, nun ist er nicht mehr da. 14Jahre unbaendige Jungenenergie und -liebe einfach nicht mehr da. Kein Kabbeln, keine lautes Jungenlachen, keine wilde Kinderliebe. Weg. Einfach so. So brutal.
Es waren nur noch 400m bis zum Haus, eine halbe Meile vom Ort entfernt an dem ihre Mutter verstarb, ein Traktor mit Pflug, Dunkelheit, enge irische Strassen.
Jetzt ist er nicht mehr da - das Sonnenkind - so ploetzlich und ohne Ankuendigung wie er ins Leben trat. Er hinterlaesst eine Leere, die nirgens zu enden scheint.


Mein Herz bricht fuer Sie, diesen Schmerz, diese Unbegreifbarkeit.
Ich weiss nicht wie Sie und er, der Papa, die Staerke zum Weiterleben finden werden.
Wir sind alle fuer Sie da, der warme Arm einer grossen Familie haelt Sie und doch werden sie so viel Trauer und Leere bewaeltigen muessen.
Ihr seit heute in unserem Herzen, wir sind in Gedanken bei Euch und werden uebermorgen zusammen mit Euch den Abschiedsweg ein Stueck bestreiten.


Saturday, February 7, 2015

Schlafen- Essen- Leben

Im Moment laeuft das Leben hier wieder einmal auf der Ueberholspurt und Beruf, Projekte und Mithilfe in des Mannes Selbststaendigkeit lassen kaum Zeit zum Luftholen.
Ausserdem brauche ich meine 7+8h soliden Schlaf. Gut es koennen auch mal 6h sein, mehr als 8 werden es nie, aber das muss. Ich lege mich hin, klopfe das Kopfkissen zurecht, drehe mich in die wartenden warmen Arme des Skypainters und gebe mich dem Schlaf hin. Oder wie der Skypainter sagt: "You are asleep before your head hits the pillow" - Schlafen und Traeumen ist meine parallel Welt, die ich brauche, um den Alltag zu bewaeltigen.
Und ich staune, wenn ich von anderen Menschen hoere, bei denen das nicht so ist, deren Nachtschlaf von den Kindern unterbrochen wird, oder von Gedanken oder Gruebeleien zu Projekten oder die einfach nicht Einschlafen koennen. Wie sie funktionieren, ich weiss es nicht, ich kann es mir nicht vorstellen.  Machen sie Mittagsschlaf? Das kann ich eher nicht, (okay seit dem Kleinen ab und zu), der Tag ist zum Wachen, die Nacht zum Schlafen. Punkt aus. Wenn ich wirklich mal schlecht schlafe, hat es gute Gruende, das Kind ist krank, oder irgendetwas laeuft nicht richtig im Leben, das kann schon bei der Ernaehrung anfangen. Meistens genuegt eine Anpassung, ein bisschen weniger, ein bisschen mehr, ein bisschen mehr Lachen und alles laueft wieder.
Und so danke ich dem Leben Tag fuer Tag fuer das relativ unkomplizierte Kind, fuer den Jungen, der von Anfang an gut schlief und ziemlich schnell durch. Ich denke anders wuerde ich auch nicht funktioniere.
Was mich erstaunt ist, Essen (dreimal auf Holz geklopft) ist auch unkompliziert. Er isst alles was man ihm vorsetzt, meist alleine mit Fingern oder Loeffel. Wenn mal nicht, dann ist das Essen entweder noch zu heiss/ warm, zu wuerzig (mit Chili und Hotcurries hat er es nicht so) oder ja genau, er ist krank. Ich bin erstaunt, maekeliges Kind, dass ich war. Mittlerweile esse ich ja alles, aber als Kind war essen ueberhaupt eine Strafe und der Skypainter war auch nicht so einfach (3Msonate nur Kartoffel, 4 Monate nur Sandwiches, 2 Monate nur Suppen). Mini-us ist alles und wenn es nach ihm ginge staendig. Wir muessen ihn eher bremsen. Gestern abend gab ich ihm deshalb nach dem Abendbrot (Gemuese, Kartoffeln und ein ganzer Fisch!) Gewuerzguerken. Dachte, das wuerde ihn ablenken. Pustekuchen, er wollte mehr und mehr und mehr und mehr.
Und so plaetschert es dahin unser Leben mit einem Kleinkind mit starker Persoenlichkeit, voller Lachen und Dickkoepfigkeit, unser Leben zwischen Vollzeitberuf, Nebenprojekten, Handwerk und Selbststaendigkeit.
Was ich vermisse? Zeit fuer Skypainter und mich Zweisamkeit: Wenn ich am Wochenende zu Hause bin, arbeitet der Mann, da er unter der Woche einige Tage mit Mini-us verbringt, da Kinderbetreuung hier einfach viel zu teuer ist.
Ich wuensche mir fuer die naechsten Monate mehr Zeit fuer uns, Zeit zusammen zu traeumen, zu spazieren, zu erzaehlen oder einfach mal nur zusammen auf der Couch einen Film zu sehen.
Wunsch -> Plan-> Realitaet






Thursday, January 8, 2015

Wenn man eine Ratte im Klo trifft...

Pinkelpause im Buero. Mit der einen Hand den Klodeckel oeffnend, mit der anderen den Guertel.
Sich ueber das schwimmende laengliche Blattding in der Kloschuessel wundern und aufgrund kurzsichtiger Augen sich runter beugen und naeher betrachten. Aufschrecken als das Ding von rechts nach links wackelt, es als Rattenschwanz erkennen. Unglaeubig eine Minute erstarrt sein. Dann den Deckel runter schmeissen und mit offenem Guertel zurueck ins Buero stuermen.

Was war ich froh, dass ich nicht schon mit dem nackenden Hintern auf der Klobrille sass und vielleicht vom Rattenschwanz gekitzelt wurde. Ich haette dann meine Kuendigung einreichen muessen. Denn mit runtergezogenen Hosen in ein Buero mit zur Zeit ausschliesslich maennlichen Kollegen stuermen, das waere wohl etwas geworden, mit dem ich anschliessend nicht haette umgehen koennen.

Es liegt jetzt ein Ziegelstein auf dem Klodeckel.