Sunday, April 19, 2015

Leichtigkeit Schwere Sein

Wie oft gruebelte ich schon ueber diesen Buchtitel: "Die unertraegliche Leichtigkeit des Seins".


Es gibt Lebensabschnitte in jedem Leben, die sind fremd bestimmt - Menschen, Umstaende, Situationen. Man kann planen und doch nicht planen.

Befindet man sich in einer solchen Situation, gibt es folgenden Moeglichkeiten damit umzugehen:
Sich freizukaempfen koste was wolle, sich dem hinzugeben oder irgendwo dazwischen.

Das Bild vom Lebensfluss ist kein schlechtes, fast alle Situationen lassen sich dort hineinsetzen.
Es droht ein Sturz mit dem Wasserfall:
Kaempfe bis zur Erschoepfung nicht hinunterzustuerzen,
Lasse Dich treiben, vom Wasserfall mitnehmen, in der Hoffnung, du kommst heil unten an und hattest das Erlebnis deines Lebens,
Du laesst Dich ein Stueck treiben, geniesst den Nervenkitzel, wartest den richtigen Moment ab, ....


usw. Alle Fluesse sind verschieden, alle Wegstrecken sind verschieden, alle Menschen sind verschieden - unendliche Geschichten werden geschrieben.


Ich, ich lasse mich im Moment treiben, fremdbestimmt, durch alle Strudel und langsameren Wegstrecken und warte den richtigen Moment ab, das richtige Stueckufer um wieder das Ruder in die Hand zu nehmen.

Das Leben hat hier uebernommen, Gesundheit und Situationen auf die ich/wir geringen Einfluss haben.
Anzukaempfen kostet Kraft, die ich im Moment nicht besitze, ausserdem finde ich das passende Stueckufer fuer eine gelungene Landung nicht. Noch nicht. Das Leben, ja es ist schwer im Moment und in Umkehr zum Buchtitel oben: 'Die ertraegliche Schwere des Lebens' (eigentlich macht es so gar keinen Sinn) ist es doch auch irgendwie mal gut nicht Entscheidungen zu treffen, sich dem Fluss hinzugeben statt anzukaempfen. Das Ruder ruht fuer eine Weile bis das passende Ufer zu Landung gefunden ist.

Wir lassen uns treiben in den Tagen, die nicht genuegend Stunden haben, in den Minuten, die keine Zeit sind, in den Sekunden, die jede einzelne mehr als bedeutsam sind und doch zwischen den Fingern verrinnen.



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