Tuesday, October 13, 2015

Notizen

Das ist ein verruecktes Jahr:


Wir arbeiten im Schnitt 10-12 h am Tag.
Nachtschlaf ist auf 5-6h im Durchschnitt gesunken, trotz super schlafendem Kleinkind.
Firma,  Buero,  Selbstaendigkeit2 - 3 noch etwas wackelige Standbeine.
Wir sehen uns nur noch abends, falls wir die Augen offen halten koennen und versuchen jeden Sonntag morgen und 1-2 im Monat den ganzen Sonntag zusammen zuverbringen.

Kinderbetreuung ist wie folgt aufgeteilt: Mann arbeitet Sa-Di, ich Mo-Fre, Kindergarten 2 Nachmittage, Oma 2 Vormittage.

Die meisten Mama-Sohn Tage verbringen wir:
a) am Strand
b) im Hafen
c) Spielplatz oder Gardenestate
d) bei Freunden
Die meiste Vater-Sohnzeit:
a) im Wald
b) am Hafen
c) am Spielplatz

Sohnemann spricht herrliches Denglish :), zaehlt hingebevoll bis 22, kennt ein paar Buchstaben, huepft wie ein Frosch, laeuf soviel, dass Qualitaetsschuhe Loecher in den Sohlen haben, ist vorsichtig mit Hoehen, teilt gar nicht gerne, ist ein dickkoepfiger Sonnenschein, schlaeft durch, isst fast alles, hat gerne mal einen Wutanfall, ist fast trocken und haelt uns in Bewegung. Ist am liebsten draussen, kann sich aber auch gut drinne beschaeftigen, wenn sein taeglicher Bewegungsdrang abgedeckt ist, malt nicht gerne :(, spielt am liebsten mit Lego, Kraenen, Eisenbahnschienen, Puzzlen, alles was auseinander gebaut, umgebaut, zusammen gebaut werden kann, liebt Buecher :), singt gerne mit mir.
Skypainter hat arg zu tun, kreiert wundervoller Stuecke, hadert mit dem Geschaeftsende, kocht wie ein Weltmeister, kommt zu kurz
Ich: arbeite zu viel, esse zu viel, bewege mich zu wenig, zu wenig ichzeit, lache viel, hadere mit sozialer Ungerechtigkeit und mit Balance.

Wir alle: Seit Monaten ein langsames, schmerzvolles Abschiednehmen von einem Menschen, den wir sehr lieben.
Was wir nutzen ist die Zeit zusammen, intensiv, jeden Moment. Jede Geste, jeder kleine wunderschoene, alltaegliche Augenblicke.

Wir waren schon immer verzaubert von den kleinen schoenen normalen besonderen Dingen.
Sie sind noch intensiver geworden. Die heisse Tasse Tee neben dem Computer, die Kerze auf dem Tisch, die frisch duftende Waesche.

Wie kostbar jeder Sinneindruck, wie wertvoll jeder Erinnerung, sie gehen ein in unser Werken.
Und sollten unsere Erinnerungen eines Tages einmal verschwinden, so werden unsere Sinne sich erinnern, der Duft, die Bilder, die Texture der Scupture, die Weiche der Decke, das Klare des Steins.
Sinner und Emotionen.

Die Erinnerungen stecken in unseren Sinnen. Da entstehen sie, dort finden sie ihr letztes Erbluehen.


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