Ein Gedicht von Sarah Kirsch:
Ich bin sehr sanft
Ich bin sehr sanft nenn
Mich Kamille
Meine Finger sind zaertlich baun
Kirchen in deiner Hand meine Naegel
Fluegelschuppen von Engeln liebkosen ich bin
Der Sommer der Herbst selbst der Winter im Fruehling
Moechte ich bei dir sein du
Zeigst mir das Land wir gehn
Von See zu See da braucht es
Ein langes glueckliches Leben
Die Fische sind zwei
Die Voegel baun Nester wir
Stehn auf demselben Blatt
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Wednesday, November 23, 2011
Saturday, November 27, 2010
snow snow snow
Es ist fast drei Uhr morgens und ich kann nicht schlafen. Draussen ist es so ganz unirisch. Blitze und Donner ueber der irischen See, wenn ich aus dem oestlichen Fenster schaue. Es kracht und rummst und macht einem deutschen Sommergewitter aller Ehre, dabei ist es doch Ende November und nicht Mitte Juli. Alles erleuchtet hell. Mit dem Gewitter kam der Schnee und bis jetzt haben sich ungefaehr drei cm Neuschnee ueber alles gelegt und es schneit weiter. Die Blitze erhellen weisse Schneeflaechen, ein Meer aus Licht und Dunkelheit zugleich.
Ich kann nun nicht schlafen und aergere mich, dass ich gestern abend nicht doch einkaufen gewesen bin, denn bestimmt bricht hier wieder der ganze Versorgungskreislauf zusammen, Winterrreifen gibt es nicht und ich bezweifele, dass Schneeketten in irgendwelchen Garagen zu finden sind.
Wahnsinn, es schneit und schneit. Die irische Welt steht fuerchterlich auf dem Kopf.
Ueberhaupt faellt mir zu der gesamten letzten Woche ein:
Tja mit dem Bau der Tarahill Road haben sie nun wirklich die Goetter veraergert. Politik verrueckt, Wetter verrueckt.
Muss ich mir Sorgen machen? Vermutlich nicht, doch Kapriolen und wilde Traeume ballen sich zu Knoten in der Bauchgegend und das erste Mal seit Kindheitstagen steht mein gesamtes Bauchgefuehl auf Sturm. EIn bisschen aehnlich, wie in dem Sommer nach dem die Mauer fiel und ich in den langen Sommernaechten bei Oma und Opa nicht schlafen konnte, unterschwellig als 8jaehrige mitbekam, das grosse Dinge anstehen, aufgeschnappte Wortfetzen der Erwachsenen, stundenlange Uebungsmanoever auf dem Russenuebungsplatz 40km weiter westlich. Es ballt sich was zusammen, dass das ganze Leben auf den Kopf stellen wird.
Ach beiseite diese ganzen dummen Aengste, die das Leben laehmen.
Wuenschte ich doch, wir haetten gerade jetzt einen Kamin. Dann wuerde ich mich mit einem Glas Gluehwein gemuetlich davor setzen und dieses richtige Winterwetter geniessen.
Ich kann nun nicht schlafen und aergere mich, dass ich gestern abend nicht doch einkaufen gewesen bin, denn bestimmt bricht hier wieder der ganze Versorgungskreislauf zusammen, Winterrreifen gibt es nicht und ich bezweifele, dass Schneeketten in irgendwelchen Garagen zu finden sind.
Wahnsinn, es schneit und schneit. Die irische Welt steht fuerchterlich auf dem Kopf.
Ueberhaupt faellt mir zu der gesamten letzten Woche ein:
Tja mit dem Bau der Tarahill Road haben sie nun wirklich die Goetter veraergert. Politik verrueckt, Wetter verrueckt.
Muss ich mir Sorgen machen? Vermutlich nicht, doch Kapriolen und wilde Traeume ballen sich zu Knoten in der Bauchgegend und das erste Mal seit Kindheitstagen steht mein gesamtes Bauchgefuehl auf Sturm. EIn bisschen aehnlich, wie in dem Sommer nach dem die Mauer fiel und ich in den langen Sommernaechten bei Oma und Opa nicht schlafen konnte, unterschwellig als 8jaehrige mitbekam, das grosse Dinge anstehen, aufgeschnappte Wortfetzen der Erwachsenen, stundenlange Uebungsmanoever auf dem Russenuebungsplatz 40km weiter westlich. Es ballt sich was zusammen, dass das ganze Leben auf den Kopf stellen wird.
Ach beiseite diese ganzen dummen Aengste, die das Leben laehmen.
Wuenschte ich doch, wir haetten gerade jetzt einen Kamin. Dann wuerde ich mich mit einem Glas Gluehwein gemuetlich davor setzen und dieses richtige Winterwetter geniessen.
Friday, March 5, 2010
freitag
der heutige sonnenaufgang erinnerte mich an ein bild auf der yogiteepackung. eine blutrotesonne, blau, lila wolken, alles ein bisschen vernebelt. er beruhigte mich.
denn es war schwierig den traum abzuschuetteln.
ich traeumte von geistern, die als weisse nebel fetzen durch raeume schwebten und wenn man ausversehen in einen solchen nebelschwaden geriet, sah man all die schlimmen dinge, die menschen passieren werden. all die verletzungen und wunden offen zu gesicht getragen. ist der fetzen weitergezogen, sind die menschlichen gesichter wieder so schoen wie zuvor.
und nur ich konnte diese geisterfetzen sehen und vermeiden, fuer alle anderen waren sie unsichtbar.
ich lasse den traum so stehen, schaffe es nicht ihn zu meiner zufriedenheit zu interpretieren.
wieder blauer himmel, ein geschenk nach den monaten des regens und schnees.
der skypainter machte sich auf nach newgrange, zu freunden, dem cottage und dem weg am river boyne entlang.
ein jahr ist es nun seit wir umgezogen sind, er vermisst es sehr.
ich bin gespannt auf die neuen bilder vom currach, die er mitbringen wird.
die karten sind nun fast alle ausgeschnitten, die knoten geknuepft.
we are getting there.
denn es war schwierig den traum abzuschuetteln.
ich traeumte von geistern, die als weisse nebel fetzen durch raeume schwebten und wenn man ausversehen in einen solchen nebelschwaden geriet, sah man all die schlimmen dinge, die menschen passieren werden. all die verletzungen und wunden offen zu gesicht getragen. ist der fetzen weitergezogen, sind die menschlichen gesichter wieder so schoen wie zuvor.
und nur ich konnte diese geisterfetzen sehen und vermeiden, fuer alle anderen waren sie unsichtbar.
ich lasse den traum so stehen, schaffe es nicht ihn zu meiner zufriedenheit zu interpretieren.
wieder blauer himmel, ein geschenk nach den monaten des regens und schnees.
der skypainter machte sich auf nach newgrange, zu freunden, dem cottage und dem weg am river boyne entlang.
ein jahr ist es nun seit wir umgezogen sind, er vermisst es sehr.
ich bin gespannt auf die neuen bilder vom currach, die er mitbringen wird.
die karten sind nun fast alle ausgeschnitten, die knoten geknuepft.
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