Es ist Herbst, es ist kalt, es ist spaet. Man haelt sich gerade noch so auf den Beinen und sieht, dass der Mann nicht die Lunchpakete fertig gemacht hat, dass einige Kleidungsstuecke ueber den Boden verstreut sind, das Geschirr nach dem Abwasch nicht in den Schrank gestellt. Man macht sich an die Arbeit und seufzt und flucht innerlich ein bisschen, denn in diesem Moment an diesem Ort hat man das Gefuehl, dass man fuer selbstverstaendlich gehalten wird.
Es ist Herbst, es ist kalt, es ist spaet. Man haelt sich gerade noch so auf den Beinen, bereitet noch ein bisschen den naechsten Tag vor und dann dann kriecht man genuesslich zwischen die Decken, zu dem Mann, der einem die Bettseite vorgewaermt hat, der schon lange schlaeft, weil in wenigen kurzen Stunden der Wecker klingelt, der dann den Arm fest um einen legt. Langsam waermt sich der Koerper auf, die Herzen schlagen bald im Gleichklang und ruhig versinkt man in einen tiefen Schlaf, denn in diesem Moment an diesem Ort hat man sich nie sicherer, geborgenen, geliebter, umsorgter gefuehlt. Ein paar Sekunden spaeter schlaeft die Welt.
Es ist Herbst, es ist kalt, es ist frueh morgens. Man haelt sich gerade so wieder auf den Beinen, die Dunkelheit kriecht einem in die Knochen, waehrend man sich auf den Weg in die Kueche macht und dann steht da eine kleine Kerze, ein Teller mit warmen Porridge mit Blaubeeren und Zimt, eine Tasse dampfender Rooibostea. Der Mann streift mit seinen Lippen deine Stirn und waehrend du noch aufwachst, weht ein kuehler Luftzug herein und die Wohnungstuer faellt ins Schloss. Die Uhr schlaegt 6.
Anna trinkt ihren Tee und durch ihren Kopf tanzt das Ying und Yang des Lebens und das Ying und Yang von 'us'. Es haette genauso gut jemand anderes sein koennen, und doch haette es nie jemand anderes sein koennen. Gedanken ziehen sich wie Kaugummi, der Porridge waermt den Bauch und langsam geht am Horizont ueber dem Meer die Sonne auf.
Subscribe to:
Post Comments (Atom)
No comments:
Post a Comment