Manchmal traeume ich in Parallelwelten, d.h. Welten, die den meinen so aehnlich sind, dass ich beim Aufwachen morgens nicht sicher bin, ob ich schlafe oder nicht.
Heute morgen ging es mir genauso und das Beduerfnis in diese Welt zurueckkehren zu koennen war so stark, dass ich wieder und wieder einschlief, um den Faden des Traumes wieder aufnehmen zu koennen. Die letzte Traumphase war dann letztendlich so anders und alien, ich schaffte es meine Augen offen zu behalten und die Beine aus dem Bett zu schwingen und nicht wieder in die Kissen zurueck zu fallen.
Wieder war da diese Sehnsucht und das Sehnen, welches sich dieses Mal nicht an einer Person oder Situation festmachen liess und noch lange nach dem Aufwachen anhaelt. Fakt ist: das erste Mal tauchen in meinen Traeume Elemente dieses Hauses und seiner Bewohner auf - surreal verzerrt.
Surreal:
Ich klettere durch das offene Schlafzimmerfenster in den Hintergarten, etwas ruft mich. Stundenlang entdecke ich die angrenzenden Hinterhoefe und Gaerten. Die Nachbarn haben an ihre Wohnung angebaut, duerfen sie das und verdunkelt das nicht ihre Wohnung? Ich verstehe die Idee dahinter nicht und versuche ihr auf den Grund zu gehen. Ich betrachte Konstruktion und Design und versuche durch die Hintertuer einzutreten. Dabei kommen mir die Nachbarn entgegen, sie gruessen freundlich und verschaemt gehe ich weiter. Es kann mir ja auch egal sein, wenn sie sich ihre Wohnung verbauen. Ich laufe die noerdliche Rueckseite des Blockes entlang. Er will kein Ende nehmen. Nach und nach tauchen im Erdgeschoss Cafes, Bars und Restaurants auf, die Menschen sitzen auf ihren Stuehlen im Garten, lachen und trinken, winken mir einladend zu. Doch mir ist es zu laut, zu bunt, ich gehoere nich zu ihnen, ich beschliesse nach Hause zu gehen, kann jedoch zwischen den ganzen rueckwertigen Anbauten mein Schlafzimmerfenster nicht finden. Ich versuche mich an die Details der Gartenpforte zu erinnern und an die Bepflanzung. Dort war ein Apfelbaum nebenan. Ich sehe ihn, finde mein Fenster und kletter zurueck ins Zimmer. Auf dem Bett liegt ein Mann (der Mann?), ich kann kein Gesicht erkennen, die Haare sind dunkel und laenger, doch ich erkenne ihn, ich werfe mich auf ihn ausser mir vor Freude ihn dort unerwartet zu finden, er schliesst die Arme um mich, freut sich dass seine Ueberraschung so geglueckt ist und so bleiben wir liegen, dann veraendert sich der Traum...abgelegene Inseln mit riesigen Haeusern kommen ins Spiel, eine Krankentransportliege, ein Hafen mit riesigen Wellen, Boote, Festland in der Dunkelheit nur zu erahnen und einbrechende Dunkelheit. Zynische Exboyfriends samt Eltern und neuer Freundin tauchen auf. Ich mag die neue Freundin. Der Zynismus verstoerrt mich. Wir muessen jetzt sofort zum Hafen und zurueck, wenn wir es zum Festland schaffen wollen. Ich rufe den Mann an, wie war seine Nummer, wieso habe ich keine Nummer, sondern nur Anruf von Unbekannt, zynisches Gelaechter im Hintergrund, ich erreiche ihn trotzdem, mittlerweile ist es Dunkel, doch ich weiss wir werden es zum Festland schaffen, er wird auf mich warten und uns helfen. Ich freue mich schon.
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