Tuesday, September 13, 2011

und da dachte frau

... das waere es gewesen, als sie damals nach 5 Jahren Studium die Hochschule mit dem Master in der Tasche verliess. Was hatte Anna die Nase voll vom Studieren, Geldmangel und Studiumort. Auf, auf ins Leben, zum Skypainter, Geld verdienen und verprassen - Leben, geniessen, anwenden, kreieren, gestalten, formen....
Tja, schon nach ein paar Jaehrchen begann sie diesen Lebensabschnitt zu vermissen. Das ungeregelte, abwechslungsreiche, harte, bunte Studiumleben, die Ungezwungenheit, die Freiheit, die nur wenig Geld in den Taschen und wenig Verantwortung gibt, die vielen lieben Freunde, die nun in allen Ecken der Welt zerstreut waren. Wie ein Schmetterling flatterte man damals von einer Bluete zur naechste, hatte leere Taschen, ein volles Herz, tausende Ideen, viele Inspirationen - dagegen liess sich der Arbeitsalltag ein bisschen wie das Leben in einem Schmetterlingkokon an - ruhiger, fast schlaefrig. Was Anna jedoch nie vermisste waren schlaflose Naechte voller Termindruck, Pruefungen und auch das teilweise stupide lernen muessen. Anna lernt lieber praktisch im Leben, zwar liesst sie viele Buecher, doch kann sie Dinge viel besser anwenden und langfristig behalten, wenn sie auf einem praktischen Hintergrund aufgebaut werden. She is a hands on woman (hat ihr die Lieblingsbaufirma heute morgen gerade gesagt- she took it as a compliment)
Anyroad (las ich gestern, fand ich witzig), ab Oktober heisst es wieder die Schulbank druecken, 2xwoechtentlich, abends und ein paar Sonntage bis zum Fruehling, dann heisst es wieder: Pruefungen. Man, man, man, wer haette das vor 7 Jahren(!) gedacht.
Irgendwie freut Sie sich auch drauf. Interessantes Studiengebiet, neue Leute, aber diese langen Abenden nach der Arbeit, die mit einer naechtlichen Zugfahrt durch tiefst dunkle kalte Stunden enden werden, diese Abende gruseln Anna doch ein bisschen.
Auf ins naechste Abenteuer - neue Abwechslung ist willkommen.

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