Monday, September 5, 2011

September

Eigentlich ist mir der September ja so ein ganz lieber. Dieser, meiner Geburtsmonat, mit dieser jugentliche Geburtszahl, ewig jung, die letzte Waerme, Genuss, Fuelle, nicht mehr diese Hektik des Sommers sondern alles ein bisschen langsam.

Doch heute ist irgendwie schon November und ich habe das Beduerfniss nach Kamin, Wollsocken und heissen Whiskey. Klitschnass bin ich auf dem Nachhauseweg auch geworden.
Trotz allem sprudelt es heute aus mir raus. Ich kaue dem Skypainter ein Ohr ab, telefonierte ueber eine Stunde mit Mama, bin noch gar nicht muede und ganz aufgekratzt. Von fruehherbstlicher Ruhe keine Spur.

Wie es aussieht wird es ab Ende Oktober stressig, also waere es doch besser die Fuesse hochzulegen und noch mal eine Runde zu entspannen, aber das geht gerade nicht.

September ist auch so ein Handwerkmonat. Da bin ich nicht gerne am Schreibtisch sondern lieber in Werkstaetten und Bastelstuben. Soweit (heute ist der 5.): 2 paar gestrickte Babybootees fuer die brandneue Miniprinzessin der Freundin und schon mal eine Schuh fuer das noch unbekannte Kruemelchen der Chefin, ein abschliffener Schrank samt Voranstrich, Teppichfliesen in der Juwelierswerkstatt (fragt nicht) und diverse neue Rezepte.
Ganz unerwartet lecker: Hirse mit Pastinakenwurzel und Petersilie
Ausserdem gabs frische Franzbroetchen nach Frische Brise Rezept
und Yoghurteis mit Birnen und Holunderbluetensirup.
Gemalert wird auch noch.


Doch jetzt gibt es erst mal ein Glas Wein.


Ach da faellt mir noch was typisch dublinerisches ein: Heute morgen als ich fuer das Buero ein paar Einkaeufe erledigte, traf ich im Laden eine junge Frau im Bademantel und mit Hausschuhen, die sich ihren Morgenkaffe kaufte. Beeindruckt war ich wie immer, dass sie es zwar nicht geschafft hatte, sich eine einfache Jeans und Shirt anzuziehen, aber dafuer komplettes Make-up vorweisen konnte. Ach Dublin, du bist schon ne Marke.
(Thanks god, I don't have to live here)

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