Nun gut, es hat noch nicht geregnet, aber kleine Woelkchen zeigen sich.
die letzten tage waren vollgestopft mit arbeit, sonnigen mittagspausen, organisation und haushaltsdingen, so dass ich nachts meinen schlaf der gerechten schlief und viertel vor sechs auch nur schwer aus dem bett kam.
belohnt wurde ich mit wunderschoenen sonnenaufgaengen zum fruehstueck. jeden tag anders, jeden tag schoen, jeden tag ueberwaeltigend.
Ich moechte fuer immer am Meer wohnen. Am Wochenende lange Strandspaziergaenge am Vogelschutzgebiet entlang und viele Treffen mit Freunden, Einladungen verteilen und dies und das. Sonne getankt.
Der Skypainter ist wieder fleissig gewesen und ein neuer wunderschoener Ring ziert meinen Finger.
Ich liebe diesen Ring und ich trage ihn gerne. Und doch muss ich mich noch ausfuehrlicher begeistern.
Er ist ein wenig enttaeuscht, aber ich bin nicht wirklich jemand, der tagelang in Entzueckungen schwelgt.
Dabei weiss der Skypainter mittlerweile, dass allein mein regelmaessiges Tragen seiner Schmuckstuecke hoechste Anerkennung ist. Schliesslich besass ich, bevor ich ihn kannte nur einen Ring und den trug ich selten.
Ueberhaupt ist es ungewoehlich, dass ein Juwelier und Kuenstler wie er, gerade an ein Maedchen geraet, die sich aus Schmuck nichts macht und sobald sie irgendwo niedersitzt und arbeite, alles ablegt (Ringe, Ketten, Brille).
Wie das Leben spielt.
(da faellt mir ein, wo liess ich nur den ring? upps, hoffentlich nicht auf der baustelle im meetingsbuero)
Meine Mutti hat mir verraten, dass ich als Kind schon ein richtigen Maedchen gewesen bin, mich mit allen Ketten behaengte, die ich besass und fertigte. Mein Papa hat mich dann immer liebevoll Frau Elster genannt und ausfuehrlichst aufgezogen und da ich ja meinem Lieblingspapa gefallen wollte, habe ich das mit den Ketten gelassen. : )
Na wenn das keine Beeinflussungen gewesen ist.
Papa neckte mich auch immer mit den Worten ' Besen, Besen sei's gewesen', wenn ich mich mit ungekaemmten Haaren an den Kuechentisch setzte. Ich war so stolz auf die langen Straehnen, die weich und seidig ueber meinen Ruecken fielen, denn sie waren hart erkaempft. Bis zur zweitens Klasse fielen jegliche Haarpracht regelmaessig der Schere zum Opfer, da saemliche Frisuren mit laengeren Zotteln ueber kurz oder lang wie wilde Nester aussahen, da ich von ordentlichen Maechenspielen nicht viel hielt. Kurze Haare waren ja soviel praktischer. Nein, in diesem Punkt blieb ich bestaendig und unter der Bedingung, dass ich mir Zoepfe selber flechte und knote, durften die Haare wachsen. Und so sind sie noch immer lang und oefters auch noch struppig, aber ich finde es passt hier ganz gut in die wilde Landschaft.
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